Argentiniens Präsident Macri feiert | Bildquelle: REUTERS

Rückenwind für Macri Argentinier stärken Regierungslager

Stand: 23.10.2017 05:32 Uhr

Argentiniens Präsident Macri ist seit zwei Jahren im Amt. Die Teilwahlen des Parlaments galten als Stimmungstest für seinen Kurs. Die Ergebnisse stärken das Regierungsbündnis - und verhelfen Ex-Präsidentin Kirchner zum Comeback.

Das Mitte-rechts-Bündnis des argentinischen Präsidenten Mauricio Macri geht gestärkt aus der Teilwahlen des Senats und der Abgeordnetenkammer hervor. Landesweit erreichte die Regierungskoalition "Cambiemos" ("Lasst uns ändern") laut Auszählung von 95 Prozent der Stimmen 41 Prozent. Die von Ex-Präsidentin Cristina Kirchner angeführten Partei "Unidad Ciudadana" ("Bürgereinheit") kam auf 22 Prozent und 21 Prozent entschieden sich für Gruppierungen des populistischen Peronismus, die der ehemaligen Staatschefin den Rücken gekehrt haben.

Macris Bündnis liegt in 15 von 23 Provinzen vorne, darunter in den wichtigsten Provinzen Buenos Aires, Córdoba, Mendoza und Santa Fe. Insgesamt waren zur Halbzeit der ersten Amtszeit des Präsidenten 33 der 41 Millionen Argentinier aufgerufen, die Hälfte der Abgeordneten und ein Drittel der Senatoren zu wählen. Die Wahl galt als Stimmungstest für Macris Kurs. Für seine Regierung bedeutet der Erfolg Rückenwind für den Reformkurs zur Liberalisierung der Wirtschaft.

Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner | Bildquelle: dpa
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Ex-Präsidentin Kirchner kehrt zurück auf die politische Bühne.

Kirchner holt Senatssitz

Ex-Präsidentin Kirchner unterlag in ihrer traditionellen Bastion der Provinz Buenos Aires mit 37,3 Prozent gegen Macris ehemaligen Bildungsminister Esteban Bullrich mit 41,4 Prozent. Sie zieht jedoch ins Parlament mit einem Senatsmandat für die Minderheit ein. Das Mandat bedeutet für die 64-jährige Politikerin und erbitterte Macri-Gegnerin eine Rückkehr auf die politische Bühne. Gleichzeitig gewährt es ihr parlamentarische Immunität - gegen Kirchner laufen eine Reihe von Korruptionsermittlungen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Oktober 2017 um 08:00 Uhr.

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