Riss im Larsen-C-Schelfeis | Bildquelle: dpa

Antarktis Riesiger Eisberg abgebrochen

Stand: 12.07.2017 13:06 Uhr

In der Westantarktis hat sich vom größten Eisschelf ein riesiger Eisberg gelöst, der nun in der Antarktis treibt. Forscher warnen, dass der Abbruch das Eisschelf destabilisieren könnte. Das hätte gravierende Folgen.

Einer der größten jemals gesichteten Eisberge hat sich von der Antarktis gelöst. Der etwa eine Billion Tonnen schwere Eisberg sei von dem Eisschelf Larsen C abgebrochen, teilten Wissenschaftler der britischen Universität von Swansea und des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung mit.

Der Eisberg ist mit einer Länge von 175 Kilomentern und einer Breite von bis zu 50 Kilometern fast siebenmal so groß wie Berlin und einer der größten, den Wissenschaftler in den letzten drei Jahrzehnten registriert haben.

Gigantischer Eisberg löst sich in der Antarktis
tagesschau 20:00 Uhr, 12.07.2017, Andreas Neumann, RB

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Folgt ein Anstieg des Meeresspiegels?

Er treibe nun nach Norden und wird wohl zwei, drei Jahre brauchen, bis er geschmolzen ist. Die Ablösung der Eismassen könnte nach Ansicht der britischen Wissenschaftler das Eisschelf Larsen C destabilisieren, wodurch ein deutlicher Anstieg des weltweiten Meeresspiegels drohen könnte.

Bereits Anfang Juni hatten die Forscher vor einer Ablösung des Eisbergs gewarnt. Dadurch allein sei kein Anstieg des Meeresspiegels zu befürchten, erklärten die Wissenschaftler damals. Die Ablösung der Eismassen könne aber Larsen C destabilisieren und zum Einsturz bringen. Dadurch würden riesige Wassermassen freigesetzt. Wenn alle von Larsen C aufgefangenen Gletscher ins Meer flössen, würde der weltweite Meeresspiegel um etwa zehn Zentimeter steigen, warnten die Forscher.

Eisberg in Island bricht ab | Bildquelle: AFP
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Die Grafik der Universität Swansea zeigt, wie sich die Ablösung des Eisberges von Anfang bis Ende Juni 2017 beschleunigt hat.

Größte Eisschelf der Antarktis verkleinert

Durch das Abbrechen des Eisberges, der voraussichtlich den Namen A68 erhalten soll, verringerte sich die Fläche von Larsen C den Forschern zufolge um ein Zehntel. Larsen C ist das nördlichste und größte Eisschelf der Antarktis. Zwei keinere Eisschelfe an der östlichen Seite der Antarktis sind bereits kollabiert: 1995 ging Larsen A verloren, sieben Jahre später Larsen B.

Die Antarktis ist besonders stark vom Klimawandel betroffen: Sie zählt zu den sich am schnellsten erwärmenden Gebieten unseres Planeten.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 12. Juli 2017 um 13:22 Uhr und bei Tagesschau24 am 12. Juli 2017 um 14:00 Uhr.

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