Zerstörtes Gebäude nach einer Bombenexplosion in Bagdad. | Bildquelle: REUTERS

Anschlagsserie auf Café und Einkaufszentrum Dutzende Tote bei Angriffen im Irak

Stand: 06.03.2016 13:37 Uhr

Bei einem bewaffneten Überfall auf ein Einkaufszentrum in Bagdad wurden mindestens 18 Menschen getötet. Nordöstlich der Hauptstadt starben bei Bombenexplosionen in einem Café mehr als 20 Menschen. Der IS bekannte sich zu den Anschlägen.

In einem schiitischen Viertel von Bagdad sind bei einem Überfall auf ein Einkaufszentrum mindestens 18 Menschen getötet und mehr als 50 Menschen verletzt worden. Das teilten die irakischen Behörden mit.

Nach der Explosion einer Autobombe am Eingang des Zentrums sollen drei bewaffnete Angreifer das Gebäude gestürmt haben. Nach Augenzeugenberichten trugen die Attentäter Sprengstoffgürtel. Polizisten und Soldaten umstellten das Shopping-Center.

Die Lage ist übereinstimmenden Agenturberichten zufolge unter Kontrolle, die Angreifer seien tot. In einer zunächst nicht verifizierbaren Stellungnahme im Internet bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu der Tat in Bagdad. In der Botschaft ist von insgesamt vier Attentätern die Rede - bei dem vierten Angreifer könnte es sich um einen Selbstmordattentäter handeln, der im explodierenden Auto gesessen hatte.

Doppelanschlag in Café

In dem Ort Miqdadiyah, rund 100 Kilometer nordöstlich entfernt von der irakischen Hauptstadt, starben mindestens 20 Menschen bei einem Doppelanschlag auf ein Café - mehr als 40 wurden verletzt. Zunächst explodierte in dem vor allem bei jungen Menschen beliebten Treffpunkt eine Bombe, teilte die Polizei mit. Als sich Helfer vor dem Anschlagsort versammelt hätten, habe sich dort ein Selbstmordattentäter in einem Auto in die Luft gesprengt. Auch zu diesem Anschlag bekannte sich der "IS" in einem online veröffentlichten Statement.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 11. Januar 2016 um 22:30 Uhr.

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