Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.
Die führenden Zeitungen in Dänemark haben erneut eine umstrittene Karikatur des Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban veröffentlicht. Sie reagierten damit auf die Aufdeckung von Mordplänen gegen den Zeichner Kurt Westergaard. Westergaard ist einer der zwölf Zeichner, deren Mohammed-Zeichnungen im September 2005 von der Zeitung "Jyllands-Posten" abgedruckt worden waren.
Die Karikaturen-Serie hatte vier Monate später für massive Proteste in der in der islamischen Welt gesorgt. Dabei warten mehr als 150 Menschen gestorben. Mehrere dänische Botschaften waren von wütenden Demonstranten attackiert und teilweise in Brand gesetzt worden.
Gestern hatte die dänische Polizei in Aarhus drei Männer mit islamistischem Hintergrund festgenommen, die einen "terroristischen Mordanschlag" auf Westergaard geplant haben sollen. Der Geheimdienst PET hatte erklärt, zur Verhinderung der Tat sei man "in einem sehr frühen Stadium" eingeschritten. Einer der Festgenommenen, ein 40 Jahre alter Däne marokkanischer Herkunft, soll heute wieder freigelassen werden. Gegen zwei gleichzeitig festgenommene Tunesier sei die Ausweisung verfügt worden. Bis zum Vollzug sollen sie in Haft bleiben.
Dossier:
[Bildunterschrift: Kurt Westergaard war offenbar im Visier der Terroristen. ]
Der 73-jährige Westergaard steht bereits seit Monaten unter Polizeischutz. Er hatte Mohammed als finsteren, vollbärtigen Mann mit einer Bombe samt glimmender Zündschnur im Turban gezeichnet. "Jyllands-Posten" begründete die Karikaturen unter anderem damit, dass sich auch Muslime daran gewöhnen müssten, wie alle anderen in der Gesellschaft "verspottet und lächerlich gemacht zu werden".
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW