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Attacke auf Parlamentsgebäude geplant

Rechtsextremer Terroranschlag in Polen vereitelt

Pressekonferenz nach der Vereitelung des Terroranschlag auf die polnische Führung
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Presskonferenz der Sicherheitsbehörden: Die Ermittler beobachteten den Mann seit 2011.

Die polnischen Sicherheitsbehörden haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen geplanten Terroranschlag auf Präsident Bronislaw Komorowski, die Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk und das Parlament vereitelt.

Bereits am 9. November sei in Krakau ein Mann festgenommen worden, der zusammen mit anderen einen Anschlag mit vier Tonnen Sprengstoff auf ein Gebäude des Warschauer Parlaments vorbereitet habe. Dort sollten sich zum Zeitpunkt des Anschlags die politische Führung des Landes versammelt haben. Im Rahmen der Ermittlungen seien zwei weitere Verdächtige festgenommen worden.

Bei landesweiten Durchsuchungen seien Sprengstoff und anderes Material sichergestellt worden. Auch Waffen, schusssichere Westen und Sturmhauben seien beschlagnahmt worden.

Polnische Behörden vereiteln Terroranschlag
H. Jarczyk, ARD Warschau
20.11.2012 13:22 Uhr

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Mit Hunderten Kilogramm Sprengstoff experimentiert

Der Festgenommene soll ein Rechtsextremist sein, gehört nach Behördenangaben aber zu keiner politischen Gruppierung oder Partei. Seinen Angaben zufolge habe er aus nationalistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Motiven gehandelt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Mann sei Wissenschaftler an der landwirtschaftlichen Hochschule Krakau, erklärten die Behörden weiter - dort habe er Zugang zu chemischen Materialien gehabt. Schon im Mai habe er mit 250 Kilogramm Sprengstoff experimentiert. Der Mann habe die Vorwürfe zunächst abgestritten, dann aber Aussagen gemacht.

Erste Hinweise auf den Hauptverdächtigen habe es bereits im vergangenen Jahr gegeben. Seitdem habe er unter Beobachtung gestanden. "Er meinte, dass sich die Lage im Land verschlechtert, weil in der Regierung Personen sind, die seiner Ansicht nach keine richtigen Polen sind", sagte der zuständige Staatsanwalt.

Der Nachrichtensender TVN 24 berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Terrorverdächtige habe sich in seinen Plänen an dem "Oklahoma-Bomber" und dem norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik orientiert.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 20. November 2012 um 15:15 Uhr.

Stand: 20.11.2012 14:27 Uhr

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