Verletzte werden in Maiduguri behandelt. | Bildquelle: AP

Nahe Maiduguri Viele Tote bei Anschlägen in Nigeria

Stand: 16.08.2017 09:24 Uhr

In Nigeria haben sich drei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und dabei mindestens 27 Menschen getötet. Mehr als 80 Menschen wurden verletzt. Hinter den Taten wird die Terrormiliz Boko Haram vermutet.

Im Nordosten Nigerias sind bei drei Selbstmordanschlägen mindestens 27 Menschen getötet worden. Zunächst zündete eine Attentäterin auf einem belebten Markt in Konduga im Nordosten des Landes nahe der Stadt Maiduguri eine Sprengstoffweste.

In der anschließenden Panik hätten sich dann die beiden anderen Frauen in die Luft gesprengt und dabei die meisten der Opfer mit sich in den Tod gerissen, berichteten örtliche Vertreter, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Bei den Attentaten sollen insgesamt 83 Personen verletzt worden seien. Sie wurden in das Krankenhaus von Maiduguri gebracht.

Nigeria mit den Städten Abuja und Maiduguri und dem Tschad-See
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Die Verletzten wurden in das Krankenhaus von Maiduguri gebracht.

Boko Haram hinter den Taten vermutet

Hinter den Anschlägen wird die radikalislamische Organisation Boko Haram vermutet. Die Extremisten haben bereits zahlreiche Attentate verübt, häufig zwingen sie Gefangene zu Selbstmordanschlägen.

Boko Haram strebt im Nordosten Nigerias einen islamistischen Staat an. Bei Anschlägen und Angriffen der sunnitischen Fundamentalisten wurden seit 2009 mindestens 20.000 Menschen getötet, rund zwei Millionen Nigerianer sind vor der Gewalt geflohen. Mehr als zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 16. August 2017 um 03:00 Uhr.

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