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Schlimmster Anschlag seit Monaten im Irak

Dutzende Tote bei Anschlag auf Turkmenen-Trauerfeier

Karte Irak mit Hauptstadt
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Die innenpolitischen Spannungen im Irak wuchsen in den vergangenen Monaten. Auch die Kritik an Premier Maliki nimmt zu.

Ein Selbstmordattentäter hat in einer schiitischen Moschee im Irak mindestens 35 Menschen mit in den Tod gerissen. Mindestens 75 Menschen wurden verletzt. Es war der blutigste Anschlag in dem Land seit vergangenem Sommer.

Nach Angaben der Polizei sprengte sich der Attentäter während einer Trauerfeier von Angehörigen der turkmenischen Minderheit in der Stadt Tus Churmatu rund 175 Kilometer nördlich von Bagdad in die Luft. Bei der Feier wurde des Schwagers des Vize-Vorsitzenden der Turkmenenfront, Ali Haschem Oghlu, gedacht. Der Mann war am Vortag in der Stadt erschossen worden. Unter den Verletzten sind auch Oghlu selbst sowie weitere örtliche Regierungsvertreter und Stammesführer. Die Stadt liegt in einem Gebiet, das zwischen der Zentralregierung und der Autonomen Region Kurdistan umstritten ist.

Der turkmenische Parlamentarier Abbas al Badschati forderte die Regierung von Ministerpräsident Nuri al Maliki auf, die Siedlungsgebiete der Turkmenen besser zu schützen. "Ich gehe davon aus, dass diese Explosion mit der innenpolitischen Lage zusammenhängt", sagte der Abgeordnete der Nachrichtenagentur dpa.

Wachsende Kritik an Premier Maliki

Nach dem Abzug der US-Armee Ende 2011 hat sich der Machtkampf zwischen Schiiten, Sunniten und den Angehörigen der verschiedenen ethnischen Minderheiten im Irak verschärft. Inzwischen mehrt sich auch im Lager der Schiiten-Parteien die Kritik am Regierungschef, der selbst Schiite ist.

Im Norden gibt es seit Wochen Proteste gegen Malikis Politik. Die überwiegend sunnitischen Demonstranten protestieren für die Freilassung von Gefangenen, die unter Terrorverdacht verhaftet wurden und zum Teil schon seit Jahren auf ihren Prozess warten. Die meisten Anschläge werden dem irakischen Ableger des sunnitischen Terrornetzes Al Kaida zugeschrieben.

Stand: 23.01.2013 17:32 Uhr

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