Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve | Bildquelle: AP

Mutmaßlicher Islamist festgenommen Frankreichs Behörden verhindern Anschlag

Stand: 11.11.2015 04:58 Uhr

Ein 25-jähriger Mann soll einen Anschlag auf Marinesoldaten in der französischen Hafenstadt Toulon geplant haben. Durch die Festnahme des Verdächtigen sei ein Attentat verhindert worden, teilte Frankreichs Innenminister Cazeneuve mit.

Der französische Geheimdienst DGSI hat nach Angaben des Innenministeriums einen Anschlag auf militärische Einrichtungen der Marine in der Hafenstadt Toulon verhindert. Ende Oktober sei ein mutmaßlicher Extremist festgenommen worden, teilte Innenminister Bernard Cazeneuve mit. Der Verdächtige soll demnach versucht haben, Material für einen Anschlag auf Marinesoldaten zu besorgen.

Den Angaben zufolge stand der 25-Jährige mutmaßliche Islamist seit einem Jahr unter Beobachtung, weil er Ende vergangenen Jahres vergeblich versucht hatte, nach Syrien zu gelangen. Da sein Reisepass allerdings eingezogen worden sei, habe er einen Anschlag auf französischem Boden begehen wollen, verlautete aus Ermittlerkreisen, Demnach hatte der Festgenommene aber noch keinen genauen Plan für ein Attentat.

Kontakt zu französischem IS-Mitglied in Syrien

Nach Informationen des TV-Senders Canal plus stand der Festgenommene in Kontakt mit einem 21 Jahre alten französischen Dschihadisten, der inzwischen in Syrien lebe und Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" sei. Per Internet habe er sich mit ihm über den Kauf eines Sturmgewehres ausgetauscht.

Seit den islamistischen Anschlägen auf die Redaktion der Satirezeitung "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt im Januar hat Frankreich die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Die Attentäter töteten damals 17 Menschen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. November 2015 um 09:00 Uhr.

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