Ein Mann mit einer Flagge auf dem Trafalgar Square | Bildquelle: AFP

Nach Terrorakt in London Mahnwache am Trafalgar Square

Stand: 24.03.2017 08:04 Uhr

Bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Londoners Anschlags haben sich Politiker und Trauernde kämpferisch geäußert. Der Täter gibt den Ermittlern noch immer Rätsel auf, denn er passt nicht in das IS-Profil.

Von Stephanie Pieper, ARD-Studio London

Auch Matthew und seine Freundin Jess sind am Abend zum Trafalgar Square gekommen: Er hat einen Strauß Osterglocken mitgebracht, sie eine Kerze. Jess war am Mittwoch selbst in der Nähe des Tatorts - sie nimmt an der Mahnwache teil, um ihre Verbundenheit mit den Opfern auszudrücken. Und auch, um zu begreifen, dass sie selbst überlebt hat.

Aktueller Stand der Ermittlungen in London
ARD-Morgenmagazin, 24.03.2017, Björn Staschen, ARD London

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Innenministerin: "Wir werden Terroristen besiegen"

Die Flaggen auf Halbmast, kreisende Hubschrauber am Himmel, Straßen abgesperrt: Es war eine merkwürdige Stimmung im Regierungsviertel Westminster. Anderswo in London gingen die Menschen währenddessen unbeirrt ihrem Alltag nach. Bürgermeister Sadiq Khan sagte, diese Antwort der Stadt auf den Anschlag habe unterstrichen, was es heißt, Londoner zu sein. Die britische Innenministerin Amber Rudd rief all jenen, die sich auf dem Trafalgar Square versammelt hatten, zu: "Nicht die Terroristen werden uns besiegen, wir werden sie besiegen!"

Attentäter passt nicht ins IS-Profil

Die Ermittler sind unterdessen dabei, sich ein detailliertes Bild vom mutmaßlichen Täter Khalid Masood zu machen: 52 Jahre alt, geboren in Großbritannien, wohnhaft zuletzt offenbar in Mittelengland. Mehrfach verurteilt für Straftaten, die von unerlaubtem Waffenbesitz bis zu schwerer Körperverletzung reichen. Ein Mann mit einer kriminellen Karriere. Der aber nicht ins Profil des jungen IS-Sympathisanten zu passen scheint, der sich mit Hilfe von Propaganda-Videos im Internet rekrutieren lässt; das sagt John Gearson, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College London.

Frau mit Kopftuch auf dem Trafalgar Square | Bildquelle: AP
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Am Trafalgar Square gedenken Tausende der Opfer.

Terrorismusexperte: IS-Bekenntnis heißt noch nichts

Schwierig, so einen potenziellen Attentäter ausfindig zu machen. Masood war dem Inlandsgeheimdienst MI5 zwar vor Jahren untergekommen, doch es gab zuletzt keine laufenden Ermittlungen gegen ihn. Er stand auf keiner Liste mit Terror-Verdächtigen, die überwacht werden. Nichts deutete für die Sicherheitsbehörden auf das hin, was er - bewaffnet mit einem Auto und einem Messer - vorhatte. Dass der IS den Anschlag für sich reklamiert, müsse noch längst nicht heißen, dass es tatsächlich Kontakt zu Masood gab, so Terrorismusexperte Gearson.

Anschlag in London: Ist der IS für den Anschlag verantwortlich?
S. Pieper, ARD London
23.03.2017 23:50 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. März 2017 um 6:12 Uhr

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