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Nach Angriff auf Sikh-Tempel
Amokläufer tötete sich offenbar selbst
Der Amokläufer, der am vergangenen Sonntag in einem Sikh-Tempel im US-Bundesstaat Wisconsin sechs Menschen erschossen hatte, starb nicht durch die Kugel eines Polizeibeamten. Die bisherige Annahme habe sich als falsch herausgestellt, teilte die US-Bundespolizei FBI mit. Zwar wurde der Mann zwar zunächst von einem Polizisten niedergestreckt, schoss sich dann aber selbst in den Kopf. Das hätte die Auswertung von Videoaufzeichnungen ergeben.
Das FBI bestätigte außerdem die Festnahme einer früheren Freundin des Schützen. Sie wurde demnach bereits am Sonntag von der Polizei in South Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin in ihrem Haus im Zusammenhang mit Waffenbesitz festgenommen. Ihr Fall habe aber nichts mit dem Vorfall in dem Sikh-Tempel und mit dem Schützen zu tun, hieß es.
Hinweise auf rechtsextremen Hintergrund
Über die Hintergründe der Tat wird weiter spekuliert. Der Täter sei den bisherigen Ermittlungen zufolge ein Einzeltäter, teilte eine FBI-Sprecherin mit. Nach dem Amoklauf wurden Indizien bekannt, die auf Rassenhass und Rechtsextremismus des Amokläufers hindeuteten. Der 40-Jährige war demnach ein aus dem Militärdienst entlassener Soldat, der in rechtsextremen Bands mit Namen wie "Definite Hate" und "End Apathy" spielte. Außerdem postete er immer wieder in Internetforen für rechtsextreme Skinheads.
Der Mann hatte am Sonntag in der Kleinstadt Oak Creek am Ufer des Michigansees in dem Sikh-Tempel das Feuer eröffnet. Die Behörden stuften den Vorfall als Akt des "Inlandsterrorismus" ein. Deshalb wurde das US-Bundeskriminalamt FBI eingeschaltet. Von den Verletzten befinden sich noch drei Menschen in einem kritischen Zustand.
Stand: 08.08.2012 18:41 Uhr
