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Angola Tote bei Massengedränge vor Fußball-Stadion

Stand: 11.02.2017 05:53 Uhr

Bei einer Massenpanik vor einem Fußballstadion im Norden Angolas sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende Fans wurden bei dem Unglück während eines Erstligaspiels in der Stadt Uige verletzt.

Während eines Punktspiels in der ersten angolanischen Fußball-Liga ist es zu einem schweren Unglück gekommen. Mindestens 17 Menschen kamen bei einer Massenpanik in der nord-angolanischen Stadt Uige ums Leben. Unter den Opfern seien auch Kinder, teilte ein Polizeisprecher mit. Mindestens 56 Fans wurden verletzt.

Wie die Polizei weiter mitteilte, stürmten Hunderte Fans ein Eingangstor, weil sie bis zum Anpfiff noch nicht in das bereits vollbesetzte Stadion eingelassen worden seien. Dabei seien einige Personen an den Absperrungen zu Boden gestürzt und die Menge sei über sie hinweg getrampelt. Dabei seien zahlreiche Menschen zu Boden gedrückt worden.

In dem Stadion mit 8000 Plätzen standen sich die Mannschaften von Santa Rita de Cassia und Libolo gegenüber. Die Gästemannschaft Recreativo do Libolo sprach auf ihrer Vereinswebsite von einer "beispiellosen Tragödie". Angolas Präsident Jose Eduardo dos Santos sprach den Hinterbliebenen der Opfer sein Mitgefühl aus.

Vereinspräsident macht Polizei verantwortlich

Nach Angaben der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa machte der Vorsitzende des Vereins Santa Rita de Cassia die Sicherheitskräfte für das Unglück verantwortlich. Die Polizei habe einen schweren Fehler begangen, da sie die Menge nicht vom Stadion ferngehalten habe, sagte Pedro Nzolonzi. "Viele von ihnen wollten nicht zahlen und diejenigen, die Tickets hatten, konnten nicht rein."

Einige Zuschauer berichteten, sie hätten von den tragischen Ereignissen vor dem Stadion zunächst gar nichts mitbekommen. Laut der angolanischen Nachrichtenagentur Angop ordnete die Regierung Ermittlungen zur Unglücksursache an.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 11. Februar 2017 um 06:03 Uhr

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