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[Bildunterschrift: Massiver Polizeieinsatz nach der Bombendrohung in Schiphol ]
Nach der Bombendrohung am Amsterdamer Flughafen Schiphol hat die niederländische Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann soll sich in einer Toilette neben der Panorama-Terrasse eingeschlossen und behauptet haben, eine Bombe zu tragen. Augenzeugen berichteten, er hätte einen verwirrten Eindruck gemacht.
Von dem festgenommenen Verdächtigen gehe keine Gefahr mehr aus, teilte ein Sprecher der Flughafenpolizei mit. In der Tasche, die er bei sich führte, seien keine explosiven Stoffe gefunden worden. Ein Sprecher sagte, vor seiner Festnahme hätten geschulte Unterhändler mit dem Mann in Kontakt gestanden.
Nach der Bombendrohung, die gegen 11 Uhr bei der Polizei eingegangen war, wurden die beiden Hauptterminals eins und zwei des internationalen Flughafens zeitweise evakuiert. Schwer bewaffnete Militärpolizisten waren im Einsatz. Hunderte Reisende mussten vor dem Gebäude warten. Über Umwege wurden sie zu ihren Gates geleitet.
Entgegen ersten Meldungen soll es doch zu mindestens 30 Verspätungen gekommen sein. Nach der Festnahme normalisierte sich der Flugbetrieb wieder.
Der Flughafen Schiphol war in die Schlagzeilen geraten, nachdem ein Nigerianer dort am ersten Weihnachtstag 2009 am Körper versteckten Plastiksprengstoff in eine Maschine der US-Gesellschaft Delta/Northwest Airlines geschmuggelt und versucht hatte, die Bombe beim Landeanflug auf Detroit zu zünden. Der 23-Jährige war von Passagieren und Besatzungsmitgliedern überwältigt worden.
Nach dem versuchten Anschlag führte Schiphol als erster Flughafen der Welt sogenannte Körperscanner zur routinemäßigen Kontrolle von Passagieren bei Flügen in die USA ein. Zwischen 120.000 und 140.000 Passagiere werden vom fünftgrößten Flughafen Europas aus jeden Tag befördert.
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