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US-Präsident Obama besucht Opfer des Amoklaufs

"Ganz Amerika denkt an Euch"

US-Präsident Obama in Aurora
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US-Präsident Obama nach seinem Besuch bei Überlebenden des Amokalufs

US-Präsident Barack Obama hat mit Verletzten des Amoklaufs in einem Kino in Colorado gesprochen. Zugleich traf er mit Angehörigen der Todesopfer zusammen und sprach ihnen Mut zu. "Selbst in den dunkelsten Tagen geht das Leben weiter", sagte Obama in einer kurzen Rede in Aurora. "Ich hatte die Gelegenheit, einige Umarmungen zu schenken und Tränen zu vergießen", sagte Obama nach dem Besuch im Universitätskrankenhaus der Stadt.

"Ganz Amerika und ein Großteil der Welt denkt an euch", erklärte er nach seiner Ankunft in Colorado. In der Klinik, in der 23 Verwundete behandelt werden, traf er mit Familienangehörigen zusammen. Er sei "nicht als Präsident, sondern als Vater und Ehemann" gekommen, erklärte Obama nach der Begegnung vor Journalisten. Eindringlich lobte er den Mut und den Einsatz derjenigen, die den Verletzten während des Blutbads geholfen haben. Der Präsident wurde vom Gouverneur Colorados, John Hickenlooper, und Bürgermeister Steve Hogan begleitet

Obama besucht Aurora
S. Fritz, SWR Washington
23.07.2012 04:08 Uhr

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Obamas republikanischer Herausforderer Mitt Romney würdigte die Aktion. Obamas Entscheidung, mit den Familien zusammenzutreffen, sei "das Richtige" gewesen, erklärte Romney. Obama und Romney hatten den Wahlkampf unter dem Eindruck der Bluttat am Wochenende ausgesetzt.

Gedenkfeier für die Opfer des Amoklaufs in Aurora
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Tausende kamen zu einer Gedenkfeier für die Opfer des Amoklaufs in Aurora.

Tatverdächtiger versuchte sich als Polizist auszugeben

Das Blutbad hätte nach neuesten Ermittlungen noch schlimmer ausfallen können. Wie die Zeitung "Washington Post" berichtet, hatte ein Sturmgewehr des Täters eine Ladehemmung. Es handele sich dabei um eine halbautomatische Waffe, die 50 bis 60 Schüsse pro Minute abfeuern könne, berichtete das Blatt.

Der verdächtige James Holmes hatte nach Angaben der Polizei bei seinem Angriff am Freitag zudem ein Jagdgewehr und eine Pistole benutzt. Außerdem schrieb das Blatt, dass es dem mutmaßlichen Todesschützen nach seinem Amoklauf möglicherweise beinahe gelungen wäre, zu entkommen. Er habe versucht, sich als Polizist einer Sondereinheit in Zivil auszugeben. Der 24 Jahre alte Ex-Student Holmes wird beschuldigt, während der Mitternachtspremiere des neuen Batman-Films "The Dark Knight Rises" in der Nacht zum Freitag wahllos ins Kino-Publikum geschossen zu haben. Dabei starben zwölf Menschen, 58 wurden verletzt.

FBI durchkämmt die Wohnung des mutmaßlichen Amokläufers

FBI-Agenten untersuchen in Aurora die Wohnung des mutmaßlichen Amokläufers
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FBI-Agenten untersuchen in Aurora die Wohnung des mutmaßlichen Amokläufers.

Ermittler des FBI versuchen weiterhin, in der Wohnung Holmes' Hinweise auf die Hintergründe der schrecklichen Tat zu bekommen. Nach wie vor ist nicht bekannt, was ihn zu dieser Tat veranlasst haben könnte. Fest steht, dass er sie gezielt vorbereitete. Seit vier Monaten kaufte er ein ganzes Waffen- und Sprengstoffarsenal in Waffengeschäften und im Internet zusammen. Seine Wohnung war mit zahlreichen Sprengfallen bestückt, die inzwischen entschärft werden konnten. Holmes sitzt seit Freitag in Haft und wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Mittlerweile sind alle zwölf Opfer identifiziert, darunter ein sechsjähriges Mädchen, ein Mann, der seinen 27. Geburtstag im Kino feiern wollte und eine junge Sportreporterin, die erst vor wenigen Wochen nur knapp einer Schießerei in einer Einkaufsmall in Toronto entkommen war. US-Medien berichten ausführlich über die Geschichten dieser Menschen. Auch ihre Familien kommen zu Wort: Nicht nur über den Täter soll berichtet werden, sondern auch über die Opfer.

Stand: 23.07.2012 04:07 Uhr

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