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Untersuchungen wegen "unangemessener" E-Mails

Pentagon entlastet US-General Allen

US-General John Allen
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Das Pentagon sieht bei John Allen kein schuldhaftes Verhalten.

In der Affäre um den früheren CIA-Chef David Petraeus hat das US-Verteidigungsministerium den Oberbefehlshaber der internationalen Truppen in Afghanistan, John Allen, entlastet. Allen war vorgeworfen worden, er habe "unangemessene" E-Mails an eine verheiratete Frau geschickt.

Nach einer Untersuchung habe die Generalinspektion des Pentagon Allen von unangebrachtem Verhalten und Verstößen gegen militärische Vorschriften "vollkommen freigesprochen", sagte ein US-Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP.

Petraeus war am 9. November wegen der Beziehung mit seiner Biografin Paula Broadwell von der Spitze des US-Auslandsgeheimdienstes CIA zurückgetreten. Die Affäre war ans Licht gekommen, nachdem Broadwell der Arztgattin Jill Kelley in anonymen E-Mails ein sexuelles Interesse an Petraeus vorgeworfen hatte. Die in Tampa im US-Bundesstaat Florida wohnende Kelley, eine Bekannte von Petraeus' Familie, schaltete wegen der Droh-Mails die Bundespolizei FBI ein. Die Ermittler stießen dann allerdings auch auf eine Vielzahl von E-Mails zwischen Kelley und Allen.

Petraeus und Paula Broadwell
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Petraeus und seine Biografin Paula Broadwell: Im Jahr 2011 begleitete sie ihn nach Afghanistan.

Verteidigungsminister Panetta hielt zu Allen

Die US-Regierung hatte die Beförderung Allens zum neuen NATO-Oberkommandierenden für Europa daraufhin auf Eis gelegt. US-Verteidigungsminister Leon Panetta versicherte jedoch, er habe vollstes Vertrauen in Allen. Allen und Kelley beteuerten beide, keine außereheliche Affäre gehabt zu haben. Am Dienstag meldete sich Kelley erstmals seit dem Skandal im November zu Wort. In einem Interview bezeichnete sie sich als Stalking-Opfer. Broadwell habe sie in E-Mails "erpresst und bedroht".

Stand: 23.01.2013 02:08 Uhr

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