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Gewalt in Syrien
Dutzende Männerleichen in Aleppo entdeckt
In der syrischen Stadt Aleppo sind nach Angaben von Aktivisten Dutzende Menschen hingerichtet worden. In einem Fluss im Viertel Bustan al Kasr wurden zahlreiche Tote entdeckt. Wie die in London ansässige "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" mitteilte, sind es 56 Leichen vorwiegend junger Männer.
Ein Rebellenkommandeur vor Ort sagte der Nachrichtenagentur AFP, es seien bereits 68 Leichen gefunden worden. Weitere müssten noch aus dem Wasser geborgen werden. Viele Leichen wiesen Kopfschüsse auf und hätten die Hände auf dem Rücken gefesselt. Die Opfer seien in Zivil gekleidet und hätten keine Ausweispapiere bei sich.
Regierung und Rebellen beschuldigen sich gegenseitig
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der Rebellenkommandeur machte die Führung in Damaskus für das Massaker verantwortlich. Ein Vertreter der Sicherheitskräfte der syrischen Regierung sagte hingegen, bei den Opfern handele es sich um Einwohner von Bustan al Kasr, die "von terroristischen Gruppen" entführt und beschuldigt worden seien, regimetreu zu sein. "Sie wurden in der Nacht zum Dienstag exekutiert, und ihre Leichen wurden in den Kanal geworfen."
Sowohl den Regierungstruppen als auch den Rebellen werden in dem seit 22 Monaten anhaltenden Bürgerkrieg Massenhinrichtungen vorgeworfen. Das Viertel Bustan al Kasr wird von Aufständischen kontrolliert. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in London stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien.
Stand: 29.01.2013 16:30 Uhr
