Weitere Busse mit Flüchtlingen verlassen Ost-Aleppo. | Bildquelle: AFP

Aleppo UN schicken zusätzliche Beobachter

Stand: 20.12.2016 21:24 Uhr

Syriens Regierung hat die Stationierung von weiteren UN-Beobachtern in Aleppo erlaubt, die die Evakuierung der Stadt überwachen sollen. Unterdessen kündigte Russland einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe in Syrien an.

Die Zahl der UN-Beobachter, die die Evakuierungsaktionen aus dem bislang von Rebellen gehaltenen Ostteil von Aleppo überwachen und über die Lage der noch verbliebenen Bewohner berichten sollen, wird erhöht. Dem stimmte die syrische Regierung zu.

Konkret geht es um die Stationierung von weiteren 20 UN-Mitarbeitern. Damit erhöhe sich die Zahl der Beobachter in Aleppo auf 120, sagte ein UN-Sprecher in Genf. Rund 90 davon seien syrische Staatsbürger. Sie hätten allerdings keinen direkten Zugang zu den Evakuierungsbussen und den Menschen darin.

Zehntausende verlassen Ost-Aleppo

Nach türkischen Angaben haben seit der faktischen Kapitulation der Rebellen bislang 37.000 Menschen Ost-Aleppo verlassen. Das Internationale Rote Kreuz (IKRK) gibt die Zahl mit 25.000 an. Die Vertriebenen kommen in anderen von Rebellen kontrollierten Gebieten in den Provinzen Aleppo und Idlib unter. Wie viele Menschen noch in Ost-Aleppo ausharren, ist weiter unklar.

Im Gegenzug wurden aus den beiden von Rebellen belagerten Dörfern Fua und Kafraja nach IKRK-Angaben bislang 750 Einwohner nach West-Aleppo gebracht. Die Evakuierungsmaßnahmen hatten am vergangenen Donnerstag begonnen, wurde dann aber nach dem Ausbruch neuer Gewalt für einige Tage unterbrochen und am Sonntag wieder aufgenommen. Unklar ist, wann sie abgeschlossen sein werden.

Evakuierung von Ost-Aleppo stockt weiter
Tagesschau 09:00 Uhr, 21.12.2016

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Neue Friedensgespräche in Kasachstan?

Unterdessen traf der russische Außenminister Sergej Lawrow mit seinen türkischen und iranischen Amtskollegen in Moskau zusammen, um über eine Beilegung des Syrienkonflikts zu beraten. Die drei Staaten würden sich als Garantiemächte für ein Friedensabkommen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition anbieten, teilte er nach dem Treffen mit. Eine entsprechende Erklärung hätten die drei Minister unterzeichnet. Darin drücke die Troika ihre Bereitschaft aus, "der syrischen Regierung und Opposition bei dem Aushandeln eines Abkommens zu helfen und als seine Garanten zu agieren." Kasachstan habe sich bereits als Gastgeber für neue Friedensgespräche angeboten.

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