Die Altstadt von Aleppo in Trümmern | Bildquelle: AFP

Krieg in Syrien Feuerpause für Aleppo

Stand: 13.12.2016 20:03 Uhr

Kurz vor der kompletten Einnahme durch syrische Regierungstruppen haben sich das Regime von Bashar al Assad und die Rebellen offenbar auf eine Feuerpause geeinigt. Unklar ist allerdings noch, ob nur die Rebellen oder auch die in Aleppo festsitzenden Zivilisten abziehen dürfen.

In quasi letzter Minute gibt es Hoffnung für die umkämpfte syrische Stadt Aleppo. Nach den Rebellen bestätigte auch Russland die Einigung auf eine Feuerpause. Die soll es den Kämpfern ermöglichen, die Großstadt "innerhalb weniger Stunden verlassen", sagte der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Witali Tschurkin. Alle Extremisten und ihre Familien erhielten freies Geleit, sie könnten hingehen, wohin sie wollen.

Unklar ist allerdings, was mit den Zehntausenden im Osten der Stadt eingeschlossenen Zivilisten geschieht. Tschurkin erklärte, da bald die Truppen von Machthaber Bashar al Assad wieder die Kontrolle über die Stadt hätten, gebe es für die verbleibenden Zivilisten keinen Grund mehr zur Flucht. Die Rebellen erklärten dagegen, jedermann könne die eingeschlossenen Rebellengebiete verlassen.

Humanitäre Katastrophe

Stunden zuvor hatte sich das Rote Kreuz in einem dramatischen Appell an die syrischen Bürgerkriegsparteien gewendet. Tausende Menschen hätten keinerlei Zuflucht vor den Kämpfen, obwohl sie mit der Gewalt in der Stadt überhaupt nichts zu tun hätten, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz. Nur wenn sich die Kriegsparteien an die Grundregeln von Kriegsrecht und Menschlichkeit hielten, könne eine humanitäre Katastrophe vermieden werden.

Immer wieder hatte es Berichte über Kriegsverbrechen gegeben. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden mindestens 82 Zivilisten in den vergangenen Tagen durch syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten getötet. Die Opfer seien regelrecht hingerichtet worden, sagte der Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville. Unter ihnen seien elf Frauen und 13 Kinder, fügte er unter Berufung auf Informationen von vor Ort hinzu. Ob die Berichte glaubhaft sind, darüber gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Immerhin komme die UN zur Einschätzung, ihrer Quelle sei zu trauen, sagt ARD-Korrespondent Volker Schwenck in der tagesschau. Und fügte hinzu: "Nach all dem, was im syrischen Bürgerkrieg schon passiert ist, muss man es wohl für glaubwürdig halten."

Volker Schwenck, ARD Kairo, zum Bericht über Kriegsverbrechen in Aleppo
tagesschau 17:00 Uhr, 13.12.2016

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Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats

Kurz zuvor hatten Frankreich und Großbritannien eine sofortige Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates zur Lage in der Stadt beantragt. Dort ereigne sich "vor unseren Augen die schlimmste humanitäre Katastrophe des 21. Jahrhunderts", sagte der französische Botschafter bei den Vereinten Nationen, François Delattre. Jetzt sei die letzte Chance, alles zu tun, "um das Blutvergießen zu beenden, um die Menschen sicher aus der Stadt zu bringen und den Bedürftigen zu helfen".

Am Montag hatte die syrische Armee erklärt, sie habe 99 Prozent Aleppos unter ihre Kontrolle gebracht. Die Eroberung der seit 2012 umkämpften Stadt wäre der bislang größte Erfolg des syrischen Präsidenten, der von Russland, dem Iran und libanesischen Schiiten unterstützt wird.

Syrische Armee kurz vor Einnahme von Aleppo
tagesschau 17:00 Uhr, 13.12.2016, Volker Schwenck, ARD Kairo

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Zur Lage in Aleppo sendet das Erste heute Abend einen zehnminütigen Brennpunkt, direkt nach der tagesschau um 20.15 Uhr.

Über dieses Thema berichtete die Tagesschau am 13. Dezember 2016 um 17:00 Uhr

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