Regierungstruppen in Ost-Aleppo | Bildquelle: AP

Kampf um Aleppo Assad-Truppen töten laut UN 82 Zivilisten

Stand: 13.12.2016 13:27 Uhr

Aleppo steht kurz vor dem Fall. Die Lage für die eingeschlossenen Zivilisten ist katastrophal. In den vergangenen Tagen sollen laut UN bereits mindestens 82 Zivilisten durch syrische Regierungstruppen getötet worden sein.

Im Kampf um Aleppo steht die syrische Armee kurz vor einem Sieg. Es mehren sich die Berichte über Gräueltaten an den Bewohnern. Mindestens 82 Zivilisten sollen im Ostteil der Stadt in den vergangenen Tagen durch syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten getötet worden sein. Das berichten die Vereinten Nationen.

Die Opfer seien regelrecht hingerichtet worden, sagte der Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville. Unter ihnen seien elf Frauen und 13 Kinder, fügte er unter Berufung auf Informationen von vor Ort hinzu. Nach Angaben des Sprechers wurden die Gräuel "wahrscheinlich in den vergangenen 48 Stunden" in vier verschiedenen Bezirken des bisher von Rebellen gehaltenen Ostteils von Aleppo begangen.

Rotes Kreuz appelliert an Menschlichkeit

Das Rote Kreuz hat die syrischen Bürgerkriegsparteien in einem dramatischen Appell zum Schutz der Zivilisten in Aleppo aufgerufen. Tausende Menschen hätten keinerlei Zuflucht vor den Kämpfen, obwohl sie mit der Gewalt in der Stadt überhaupt nichts zu tun hätten, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz. Nur wenn sich die Kriegsparteien an die Grundregeln von Kriegsrecht und Menschlichkeit hielten, könne eine humanitäre Katastrophe vermieden werden.

ICRC @ICRC
Thousands of civilians' lives in eastern #Aleppo are in danger as frontlines close in. Our plea for their safety:… https://t.co/pVQVSSDL5h

Am Montag hatte die syrische Armee erklärt, sie habe 99 Prozent Aleppos unter ihre Kontrolle gebracht. Die Eroberung der seit 2012 umkämpften Stadt wäre der bislang größte Erfolg des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der von Russland, dem Iran und libanesischen Schiiten unterstützt wird.

Weiterhin Kämpfe in Aleppo
tagesschau 12:00 Uhr, 13.12.2016, Volker Schwenck, ARD Kairo

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Türkei will Druck auf Moskau ausüben

Unterdessen erklärte die türkische Regierung, dass sie sich bei Russland verstärkt für eine humanitäre Lösung in Aleppo einsetzen wolle. "Wir werden unsere Gespräche mit Russland und anderen Ländern intensivieren, um eine Lösung für diese humanitäre Tragödie zu finden", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu. "Unsere Bemühungen werden fortgesetzt, insbesondere um den Zivilisten zu erlauben, die Stadt zu verlassen, und für eine Waffenruhe".

Demnach ist am Mittwoch ein Treffen mit Vertretern Russlands zu Aleppo geplant. "Wir haben gesehen, wie Aleppo allein gelassen wurde und trotz der versprochenen Waffenruhe sehen wir, wie das Bombardement weitergeht", kritisierte Cavusoglu, ohne jedoch Russland beim Namen zu nennen, mit dem die Türkei erst im Juni nach einer monatelangen Eiszeit die Beziehungen normalisiert hatte.

Zur Lage in Aleppo sendet das Erste heute Abend einen zehnminütigen Brennpunkt, direkt nach der tagesschau um 20.15 Uhr.

Volker Schwenck, ARD Kairo, zur Lage in Aleppo
tagesschau 12:00 Uhr, 13.12.2016

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandradio am 13. Dezember 2016 um 07:15 Uhr

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