Terrorist Mokhtar Belmokhtar | Bildquelle: dpa

Nach Geiselnahme von Bamako Neue Terror-Allianz in Afrika

Stand: 05.12.2015 02:54 Uhr

Der einäugige Terrorist Belmokhtar soll einen neuen Partner gefunden haben: Seine Organisation wolle künftig mit der Al Kaida nahe stehenden Aqmi-Gruppe aus Nordafrika kooperieren. Die Zusammenarbeit sei durch die Geiselnahme von Bamako "konkretisiert" worden, heißt es in einer Audiobotschaft.

Die Dschihadistengruppe "Al Kaida im Islamischen Maghreb" (Aqmi) hat sich nach eigenen Angaben mit der Gruppe Al-Mourabitoune des algerischen Islamisten Mokhtar Belmokhtar zusammengeschlossen. Der Aqmi-Führer habe den Schulterschluss in einer Audiobotschaft bestätigt, meldete die auf die Beobachtung von radikalen Webseiten spezialisierte "Site Intelligence Group".

Die "Allianz der Dschihadisten" habe sich bei dem gemeinsamen Angriff auf das Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako "konkretisiert", heißt es in der Botschaft. Hauptfeind der Gruppierung sei Frankreich. Man wolle aber auch deren "Agenten" in der Region bekämpfen, hieß es in der Mitteilung.

Geiselnahme in Bamako als Einheitserklärung

Die Geiselnahme in dem Hotel in Bamako war am 20. November unter Beteiligung von Sondereinheiten aus Frankreich und den USA beendet worden. Bei dem Angriff gab es nach Angaben der Behörden in Mali 22 Tote, darunter zwei Angreifer, sowie neun Verletzte. Zu den Todesopfern zählen 14 Ausländer. Zu der Tat hatten sich noch am selben Tag die Gruppe Al-Mourabitoune und zwei Tage später die malische Befreiungsfront Macina (FLM) bekannt.

Im Mai hatte der einäugige Belmokhtar der Dschihadistenorganisation "Islamischer Staat" (IS) die Treue geschworen. Die Gruppe Al-Mourabitoune gehöre nun zum IS, hieß es in einer damals verbreiteten Audiobotschaft. Belmokhtar kämpft für einen Zusammenschluss dschihadistischer Gruppen in Libyen, dem Niger und dem Tschad. Er war bereits mehrfach tot gesagt worden. Entsprechende Meldungen bestätigten sich aber nicht.

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