Nach Unruhen am Tempelberg Polizei schließt Al-Aksa-Moschee

Stand: 28.09.2015 12:05 Uhr

Nach den neuerlichen Unruhen auf dem Tempelberg in Jerusalem hat die israelische Polizei die Al-Aksa-Moschee geschlossen. Muslimische Gläubige wurden aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Daraufhin kam es erneut zu Auseinandersetzungen.

Nach Attacken muslimischer Jugendlicher auf israelische Polizisten ist die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg vor Beginn des jüdischen Laubhüttenfestes Sukkot für palästinensische Muslime gesperrt. Damit wolle man Juden, die das Laubhüttenfest begehen wollten, ungehinderten Zugang zum Tempelberg verschaffen, erklärte die Polizei. Die Einsatzkräfte errichteten Barrikaden auf den Zugangstoren zu dem ummauerten Heiligtum und hinderte alle Palästinenser unter 50 am Eintritt. Nach Angaben des Direktors der islamischen Waqf-Stiftung, Azzam Khatib, zwangen Polizisten unter Einsatz von Blendgranaten, das Gelände zu verlassen und verschlossen die Tore mit Eisenketten.

Die israelische Polizei kontrolliert den Zugang zur Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg | Bildquelle: AFP
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Die israelische Polizei hat Barrikaden an den Zugangstoren der Al-Aksa-Mosche auf dem Tempelberg errichtet.

Daraufhin kam es erneut zu Auseinandersetzungen von Palästinensern mit der israelischen Polizei. Dabei sollen einige Menschen verletzt und die Moschee beschädigt worden sein.

Grundlage des Konflikts ist, dass Muslime die Anhöhe des Tempelbergs als den Ort verehren, von dem aus der Prophet Mohammed zum Himmel aufgefahren sein soll. Einige radikale Juden fordern nun, Gebete dort zuzulassen und den antiken Tempel wiederaufzubauen. Israel weist das offiziell zurück.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. September 2015 um 12:30 Uhr.

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