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Die radioaktive Verseuchung um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima wird immer ernster. Wie der Betreiber Tepco bekanntgab, wurde nahe der Meerwasseraufnahme des AKW radioaktives Strontium gefunden. Dessen Konzentration liege bis zum 240-Fachen über der erlaubten Höchstgrenze. Nach Angaben der Atomaufsichtsbehörde wurde das gefährliche Radionuklid außerdem im Grundwasser bei den beschädigten Reaktoren 1 und 2 des AKW entdeckt. Es sei das erste Mal, dass Strontium im Grundwasser gefunden worden sei, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo weiter berichtete.
Radioaktives Strontium kann sich im Körper einlagern und Knochentumore oder Leukämie auslösen. Vor einigen Tagen waren bei Untersuchungen von Bodenproben im japanischen Katastrophengebiet bereits Spuren des Radionuklids entdeckt worden. Der Stoff sei an elf verschiedenen Standorten in der Provinz Fukushima gefunden worden, hatte das Wissenschaftsministerium bekanntgegeben. Eine Spur von Strontium wurde erstmals auch in der gleichnamigen Provinzhauptstadt Fukushima gefunden.
Unterdessen teilte der Betreiberkonzern Tepco weiter mit, dass wegen technischer Mängel noch nicht wie geplant eine neue Anlage zur Dekontaminierung verseuchten Wassers getestet werden könne. Es seien Wasserlecks aufgetreten, was möglicherweise auf verstopfte Rohre zurückzuführen sei, meldete Kyodo.
Das bislang zur Kühlung in die zerstörten Reaktorgebäude gepumpte Wasser ist jetzt hochgradig verseucht und behindert die Arbeiten zur Instandsetzung der Kühlsysteme, die am 11. März nach dem Megabeben und dem Tsunami ausgefallen waren. Seither entweicht aus dem Atomkraftwerk Radioaktivität in die Umwelt. Zuletzt war auch in grünem Tee in der Hunderte von Kilometern von Fukushima entfernt gelegenen Teeanbau-Provinz Shizuoka radioaktive Strahlung gemessen worden.
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