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Ausland
Neue Details zum Flugzeugabsturz geben Rätsel auf
Absturz der Air-France-Maschine

Neue Details geben Rätsel auf

Aufnahme der brasilianischen Luftwaffe von dem Gebiet, in dem die Maschine abgestürzt sein soll. (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Aufnahme der brasilianischen Luftwaffe von dem Gebiet, in dem die Maschine abgestürzt sein soll. ]
Nachdem sich die georteten Wrackteile im Atlantik nicht als Trümmer des abgestürzten Air-France-Airbus erwiesen haben, stehen die Ermittler vor neuen Fragen.

Sicher ist mittlerweile, dass der Autopilot der Maschine vor dem Absturz abgeschaltet war und das Computersystem auf eine alternative Energieversorgung umgeschaltet wurde. Diese bereits zuvor geäußerte Vermutung bestätigte der Leiter der französischen Untersuchungsbehörde, Paul-Louis Arslanian.

Unklar sei aber, ob die Piloten den Autopiloten abgeschaltet hatten oder sich das Gerät wegen sich widersprechender Informationen des Computersystems über die Fluggeschwindigkeit selbst abgeschaltet hat.

Nach Angaben des Flugzeugherstellers Airbus ergaben die Ermittlungen, dass bei Flug AF 447 widersprüchliche Anzeigen verschiedener Instrumente vorlagen. Es lägen Funksignale vor, "die zeigen, dass der Autopilot nicht funktionierte", ergänzte Chefermittler Alain Bouillard. Die Maschine hatte 24 Fehlermeldungen in nur fünf Minuten abgegeben, bevor der Kontakt abbrach.

Kein extremes Wetter beim Absturz?

Anders als bisher angenommen, herrschte beim Absturz kein außergewöhnlich schweres Unwetter über dem Atlantik. Das meldet zumindest der französische Wetterdienst Météo France nach Berichten des Nachrichtensenders i-télé. Nichts deute darauf hin, dass der Airbus in für den Juni extremes Gewitter geraten sei.

Eine extreme Wetterlage galt bisher als ein möglicher Grund für den mysteriösen Absturz mit 228 Todesopfern, unter ihnen 28 Deutsche. Auch ein technisches Versagen, ein Anschlag oder andere Ursachen werden nicht ausgeschlossen. Aufklärung könnten nur die beiden Flugschreiber bringen, doch haben die Behörden wenig Hoffnung, die Geräte auf dem zerklüfteten Grund des Ozeans zu finden.

Die Suche nach Opfern, Wrackteilen sowie der Blackbox des über dem Atlantik abgestürzten Airbus geht inzwischen weiter. Die Maschine, die auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris war, verschwand in der Nacht zum Montag rund 1000 Kilometer vor der brasilianischen Küste.

Stand: 06.06.2009 12:51 Uhr
 

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