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Airbus muss umkehren
Prügelei wegen verstellter Rückenlehne
Die Passagiere des Swiss-Fluges nach Peking hatten bereits die Hälfte der Strecke hinter sich, als die Situation eskalierte: Wegen einer verstellten Rückenlehne begannen zwei Fluggäste, sich zu prügeln. Als auch ein Steward angegriffen wurde, entschloss sich der Kapitän, umzukehren.
Von Hans-Jürgen Maurus, ARD-Hörfunkstudio Zürich
Am Sonntagabend musste der Swiss Airbus Flugnummer LX 196 auf dem Flug von Zürich nach Peking umkehren, nachdem er bereits mehr als 2000 Kilometer zurückgelegt hatte.
Die Maschine mit rund 200 Passagieren an Bord landete wieder in Zürich-Kloten, nachdem sich zwei Chinesen an Bord des A340-300 über Moskau in die Wolle bekamen und handgreiflich wurden. Beide stritten sich über eine Rückenlehne eines 27-jährigen Passagiers, die nach hinten verstellt war und den Hintermann, einen 57-jährigen Fluggast, beim Essen störte. Dieser schlug zu, worauf der Streit eskalierte. Die beiden setzten die Schlägerei auf dem Gang fort, bis beide zu Boden gingen.
Prügelnde Chinesen zwingen Airbus zur Umkehr
H.-J. Maurus, ARD Zürich
04.09.2012 14:46 Uhr
Auch ein Flugbegleiter wurde angegriffen
Der verantwortliche Steward versuchte vergeblich, die Schläger zu beruhigen. Doch der ältere Chinese ging dem Flugbegleiter an die Gurgel, worauf der Flugkapitän entschied, nach Zürich zurückzukehren. Der ältere Randalierer wurde gefesselt und in die letzte Reihe verfrachtet, wo er eine Stunde herumschrie.
In Kloten wurden die beiden Rowdys der Polizei übergeben. Beide Streithähne waren alkoholisiert, der Ältere so stark, dass er zunächst nicht vernehmungsfähig war. Beide wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Der 57-jährige Prügler sitzt in Untersuchungshaft. Der Jüngere ist auf freiem Fuß, musste aber seinen Pass abgeben. Alle anderen Passagiere wurden auf andere Maschinen umgebucht oder mussten in einem Hotel übernachten.
Ein Sprecher der Flugverkehrsleitstelle Skyguide bestätigte den Vorfall ebenso wie die Fluggesellschaft Swiss. Man sei nicht in Moskau gelandet, weil dort Umbuchungen viel schwieriger seien, betonte ein Swiss-Sprecher. Weiterfliegen sei keine Option gewesen, weil zwischen Moskau und Peking kaum Möglichkeiten für unplanmäßige Zwischenlandungen existierten. Zürich lag zudem zwei Flugstunden näher als Peking.
Stand: 04.09.2012 14:42 Uhr
