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[Bildunterschrift: Aufklärung und Verhütungsprogramme haben geholfen, die Zahl der Neuinfektionen zu senken. ]
Zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Aids-Epidemie in den 1980er-Jahren ist die Zahl der Infizierten nach Angaben der Vereinten Nationen zurückgegangen.
Einem Bericht der Organisation UNAIDS zufolge sank die Zahl der Infizierten im vergangenen Jahr leicht auf schätzungsweise 33,3 Millionen Menschen. Man habe die Ausbreitung der Epidemie gestoppt und eine Wende eingeleitet, sagte der geschäftsführende Direktor der Hilfsorganisation UNAIDS, Michel Sidibé.
Von 1999, dem vermutlichen Höhepunkt der Aids-Epidemie, bis zum Jahr 2009 sank die Zahl der Neuinfektionen demnach um 19 Prozent auf 2,6 Millionen. UNAIDS-Chef Sidibé sagte, 56 Ländern sei es gelungen, die Zahl der Neuinfektionen stabil zu halten oder "bedeutend zu senken". In Südafrika, wo weltweit die meisten HIV-Infizierten leben, ging die Zahl der Infektionen in den letzten zehn Jahren um 25 Prozent zurück.
[Bildunterschrift: UNAIDS-Chef Sidibé warnte vor einem nachlassenden Einsatz gegen Aids. ]
Der UNAIDS-Chef warnte aber zugleich vor einem nachlassenden Einsatz gegen die Immunschwächekrankheit. "Wir haben keinen Grund, den Sieg auszurufen", sagte Sidibé. Im vergangenen Jahr habe sich das Wachstum der für den Kampf gegen Aids bereitgestellten Mittel erstmals in der Geschichte verlangsamt. Ohne ausreichende Finanzierung drohe fünf Millionen HIV-Infizierten, die auf die Einnahme von Aids-Medikamenten angewiesen sind, der Tod.
Dem Bericht zufolge, den UNAIDS gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellte, starben seit dem Aufkommen der Krankheit in den 1980er-Jahren mehr als 30 Millionen Menschen. 60 Millionen Menschen infizierten sich. Am schwersten betroffen ist das südliche Afrika: Dort lebten 2009 67 Prozent der HIV-Positiven weltweit, 72 Prozent aller Todesfälle in Verbindung mit Aids werden in der Region registriert.
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