Reisende auf dem Flughafen Ngurah Rai warten auf Informationen zu ihren ausgefallenen Flügen. | Bildquelle: REUTERS

Vulkan Mount Agung Tausende Deutsche sitzen auf Bali fest

Stand: 27.11.2017 11:58 Uhr

Mehrere Tausend deutsche Urlauber halten sich derzeit auf der Insel Bali auf, wo der Vulkan Mount Agung seit einigen Tagen eine Rauch- und Aschewolke ausstößt und den Flugverkehr zum Erliegen bringt. Ein erster Reiseveranstalter bietet Umbuchungen und Stornierungen an.

Die Aktivitäten des Vulkans Mount Agung auf der Urlaubsinsel Bali nehmen seit Dienstag vergangener Woche zu. Die Behörden riefen deshalb jetzt die höchste Warnstufe aus. Derzeit halten sich nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes etwa 5500 bis 6000 Reisende aus Deutschland auf der Insel auf.

Das Auswärtige Amt aktualisierte seine Reise- und Sicherheitshinweise zu Indonesien. Den Angaben zufolge wurde der Flughafen der Inselhauptstadt Denpasar zunächst bis Dienstagfrüh 7.00 Uhr Ortszeit geschlossen. Abhängig von der Wanderung der Aschewolke müsse jedoch mit weiteren Sperrungen von Flughäfen oder Flugstreichungen gerechnet werden, hieß es auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.

Deutsche Botschaft empfiehlt Eintrag in Krisenvorsorgeliste

Urlauber wurden gebeten, sich rechtzeitig mit ihren Fluggesellschaften und Reiseunternehmen in Verbindung zu setzen. Zudem sei es ratsam, zum Beispiel Geldmittel und eventuell benötigte Medikamente in ausreichender Menge mitzuführen. Reisende sollten den Anweisungen lokaler Behörden unbedingt Folge leisten.

Auf der Internetseite der deutschen Botschaft in Indonesien hieß es, deutschen Staatsangehörigen werde dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Nach derzeitigem Kenntnisstand bestehe eine unmittelbare Gefahr nur in der evakuierten Sicherheitszone, nicht aber in den meist rund 70 Kilometer entfernten Urlaubsorten Kuta, Seminyak und Nusa Dua. Je nach Windrichtung und Stärke des Ausbruchs sei aber ein Niederschlag von Vulkanasche auch in den Touristengebieten möglich.

Aus dem Krater des indonesischen Vulkans Agung steigt eine Rauch- und Aschewolke Tausende Meter hoch in die Atmosphäre | Bildquelle: dpa
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Aus dem Krater des indonesischen Vulkans Agung steigt seit Sonntag eine Rauch- und Aschewolke Tausende Meter hoch in die Atmosphäre

Erster Reiseveranstalter bietet Umbuchungen an

Der Veranstalter DER Touristik, der nach eigenen Angaben derzeit eine dreistellige Zahl von Gästen auf Bali hat, reagierte bereits. Das Unternehmen bot zunächst für heute und morgen Reisenden, die an diesen Tagen von Deutschland nach Bali fliegen wollten, kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an, wie eine Sprecherin mitteilte.

Auch Pauschalreisende, die bis zum Dienstag auf die Insel Lombok fliegen wollten, könnten bis zum Dienstag eine kostenlose Umbuchung oder Stornierung vornehmen, erklärte die Unternehmenssprecherin. Für in Bali und Lombok gestrandete Pauschalreisende will der Veranstalter schnellstmöglich Flugalternativen suchen. Bis dahin würden die Gäste in einem Hotel in der Nähe des Flughafens Denpasar untergebracht.

Nur sehr umständlicher Weg von der Insel

Gestrandete Reisende können Bali derzeit nur sehr umständlich über Fährverbindungen von Gilimanuk nach Banyuwangi auf der Insel Java verlassen und dann mit dem Auto, Zug oder Flugzeug die Hauptstadt Jakarta erreichen. Die indonesische Regierung sagt, sie habe 100 Busse für den Transport vom Flughafen zu den Fährhäfen bereitgestellt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. November 2017 um 12:00 Uhr.

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