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Nigeria gewinnt Afrika-Cup

Triumph der "Super Eagles"

Zum dritten Mal haben Nigerias Fußballer den Afrika-Cup gewonnen. Im Finale der Kontinentalmeisterschaft besiegten sie Burkina Faso mit 1:0. Gastgeber Südafrika hatte weniger Grund zur Freude. Dass das Turnier dort überhaupt ausgetragen wurde, hängt mit dem Arabischen Frühling zusammen.

Von Steffen Wurzel, ARD-Hörfunkstudio Johannesburg

Die Vuvuzela, die typisch südafrikanische Plastiktröte, war auch beim Turnier der besten 16 Fußball-Mannschaften Afrikas wieder dabei: auf den Straßen, in den Fußball-Kneipen und natürlich in den Stadien. Ein fetter Vuvuzela-Klangteppich lag auch am Abend über dem ausverkauften Nationalstadion "Soccer City", dem größten Stadion des Kontinents, als sich Nigeria und Burkina Faso im Finale gegenüberstanden.

Nigerianische Fans beim Finale des Afrika-Cups in Johannesburg
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Nigerianische Fans jubelten mit den seit der WM 2010 bekannten Vuvuzelas über den Erfolg ihres Teams.

Finale des Afrika-Cups in Johannesburg
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Das Finale gegen Burkina Faso wurden im größten Stadion des Kontinents ausgetragen: in Johannesburg.

Ein Tor reicht zum Sieg

Das 1:0 schoss Nigerias Mittelfeldspieler Sunday Mba in der 40. Minute. Es blieb der einzige Treffer in einer eher durchschnittlichen Begegnung. Trotzdem war der Jubel enorm, als der Schiedsrichter nach 94 Minuten abpfiff. Die "Super Eagles" gewannen die Afrikameisterschaft zum dritten Mal. Die Nationalmannschaft des bevölkerungsreichsten Staates in Afrika holte den Cup zuvor bereits 1980 und 1994.

Nigerias Fußballer bejubeln Sieg beim Afrika-Cup
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Dank des Treffers von Mba konnte Nigeria zum dritten Mal die Kontinentalmeisterschaft gewinnen.

Die Freude über den Sieg Nigerias war sicher auch deswegen so enorm, weil es in Südafrika eine große nigerianische Community gibt, vor allem im Johannesburger Stadtteil Hillbrow. "Ich habe Nigeria die Daumen gedrückt", sagt eine Johannesburger Fußball-Anhängerin, "nun bleibt der Pokal wenigstens bei uns in Hillbrow".

Für Gastgeber Südafrika verlief das Turnier aus sportlicher Sicht enttäuschend. Das Nationalteam "Bafana Bafana" schaffte es zwar mit einiger Mühe ins Viertelfinale. Dort war dann aber gegen die Auswahl Malis Schluss.

Nigeria gewinnt Finale des Afrika-Cups
Steffen Wurzel, ARD Johannesburg
11.02.2013 00:04 Uhr

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Schwächen des Gastgeberlandes Südafrika

Zum Ende des Turniers veröffentlichte die Zeitung "Sunday Times" eine Generalabrechnung mit dem südafrikanischen Fußball. Unter der Überschrift "Was alles falsch gelaufen ist" listet der einflussreiche Sportjournalist Bareng-Batho Kortjaas in dem Artikel diverse Versäumnisse auf: So werde in Südafrika der Fußball-Nachwuchs nicht genügend gefördert. Noch immer gebe es zum Beispiel keine Jugendliga. Die Nationalspieler seien zu alt, landesweit gebe es bei der Fußball-Ausbildung diverse Probleme. So etwa in den Bereichen Struktur, Technik, Organisation, Ernährung und Motivation.

Gelassen nahm das Abschneiden seines Teams dieser Johannesburger Fußballfan. "Ich habe natürlich Bafana Bafana die Daumen gedrückt", sagt er, "und sogar gewettet! Ich habe 1000 Rand, 85 Euro, verloren. Enttäuschend also. Das muss ich ehrlich sagen. Aber das ist Fußball, so ist es eben."

Libyen verzichtete auf Austragung

Eigentlich hätte Libyen die Endrunde der Fußball-Afrikameisterschaft austragen sollen. Wegen der politischen Unsicherheit in dem nordafrikanischen Land gab Libyen das Turnier ab, Südafrika sprang ein. Der nächste Gastgeber der Fußball-Afrikameisterschaft ist in zwei Jahren Marokko.

Stand: 11.02.2013 00:11 Uhr

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