Krisenkontinent Afrika "Das hat viel mit Fairness zu tun"

Stand: 27.04.2017 16:40 Uhr

Krisenkontinent Afrika - eine Mitschuld sieht der Chef der Welthungerhilfe auch bei den Industrienationen. Im Interview mit tagesschau24 fordert Till Wahnbaeck faire Handelsbeziehungen. Afrika dürfe nicht nur "als billiger Exporteur von Rohstoffen" gesehen werden.

Der Chef der Welthungerhilfe, Till Wahnbaeck, sieht eine Mitschuld der Industriestaaten an der derzeitigen Hungerkatastrophe in Afrika. "Auch Kleinbauern brauchen Zugang zu den Märkten. Wir müssen auf Augenhöhe miteinander Handel treiben", sagte er im Interview mit tagesschau24. "Das hat viel mit Fairness zu tun." Derzeit findet in Berlin eine zweitägige G20-Konferenz zum Kampf gegen den Hunger statt.

"Seit zwei Jahren kein Tropfen Regen"

Für den Chef der Welthungerhilfe gibt es in Afrika vor allem zwei große Probleme: Den Krieg und den Klimawandel. Vor kurzem reiste er selbst nach Somalia, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Menschen hätten "seit zwei Jahren keinen Tropfen Regen mehr gesehen", so Wahnbaeck. Teilweise seien 90 Prozent der Tiere verendet. Zahlen der Welthungerhilfe belegen, dass vor allem Bewohner ländlicher Regionen betroffen sind. Drei von vier Menschen auf dem Land leiden Hunger, gleichzeitig ist die kleinbäuerliche Landwirtschaft noch immer die wichtigste Einkommensquelle für 90 Prozent der Menschen.

G20-Konferenz gegen Hunger in Berlin
tagesschau 12:00 Uhr, 27.04.2017, Shafagh Laghai, ARD Nairobi

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"Afrika als billiger Exporteur von Rohstoffen"

Wahnbaeck sieht die G20 in der Verantwortung: "Wir brauchen faire Handelsbeziehungen und müssen davon wegkommen, dass Afrika nur als billiger Exporteur von Rohstoffen gesehen wird." Gleichzeitig herrsche auf dem Kontinent ein großes Ungleichgewicht zwischen Stadt und Land. Eigentlich hätten die afrikanischen Staaten versprochen, zehn Prozent ihres Budgets in die Landwirtschaft zu investieren. Passiert sei das bisher jedoch nicht.

Trotzdem habe es auch viele Fortschritte gegeben. Die Hungerrate sei laut Wahnbaeck um fast die Hälfte zurückgegangen. Das habe zur Folge, dass auch die Geburtenzahlen abnehmen. Doch das geschehe zu langsam, so Wahnbaeck: "Das Problem wird sich nicht sehr schnell regulieren, deshalb kommen in den nächsten Jahren noch größere Probleme auf uns zu." Somit sei der Kampf gegen den Hunger "ein Kampf mit sehr viel Gegenwind."

"Worten müssen Taten folgen"

Die G20-Konferenz in Berlin betrachtet Wahnbaeck als Gewinn, selbst wenn sie zunächst nicht viel mehr brächte, als Worte. "Den Worten müssen Taten folgen", forderte er. "Die Konferenz heute ist insofern gut, da sie das richtige Thema setzt. Wir brauchen wesentlich mehr Jobs, gerade für Jugendliche in Afrika." Das Bundesentwicklungsministerium rechnet damit, dass alleine in Afrika bis zum Jahr 2030 etwa 440 Millionen Menschen neu auf den Arbeitsmarkt drängen, die meisten davon auf dem Land.

Till Wahnbaeck, Welthungerhilfe, zur Situation in Afrika
tagesschau24 11:30 Uhr, 27.04.2017

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Über dieses Thema berichteten am 27. April 2017 tagesschau24 um 11:30 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.

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