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Afghanistan ist nach wie vor der weltweit größte Produzent von Opium - mit einem Marktanteil von 90 Prozent. Das geht aus einem Bericht der Bundesregierung hervor, über den das Bundeskabinett beriet. Demnach stieg im Jahr 2011 die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um geschätzte 61 Prozent.
Die geschätzten Einnahmen belaufen sich in diesem Jahr auf 1,4 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,06 Milliarden Euro). Das seien etwa neun Prozent des afghanischen Bruttoinlandsprodukts.
Weiteres Thema im Kabinett war der Truppenabzug vom Hindukusch. Zehn Jahre nach Beginn des Afghanistan-Krieges beschloss das Kabinett, die Truppenstärke von derzeit höchstens 5350 auf 4900 Soldaten zum 1. Februar 2012 zu reduzieren. In den folgenden zwölf Monaten sollen 500 weitere Soldaten abgezogen werden.
Bis 2014 sollen die internationalen Kampftruppen zum größten Teil das Land verlassen haben - rund 13 Jahre nach Beginn des Einsatzes. Der Bundestag wird bereits an diesem Donnerstag über den Kabinettsbeschluss beraten. Am 26. Januar soll darüber abgestimmt werden. Eine breite Mehrheit gilt als sicher.
Ab 2015 will die NATO keine Kampftruppen mehr in Afghanistan einsetzen. Außenminister Guido Westerwelle erklärte, mit dem neuen Mandat werde der international vereinbarte Abzug der Kampftruppen aus Afghanistan "verantwortungsvoll eingeleitet".
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