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Reaktion auf Anschläge in Afghanistan
NATO bildet vorerst keine Sicherheitskräfte mehr aus
Nach zahlreichen Angriffen von Afghanen in Uniform auf Angehörige der Internationalen Schutztruppe Isaf haben die USA die Ausbildung von afghanischen Rekruten für die lokale Polizei vorerst ausgesetzt.
Die Maßnahme bleibe in Kraft, bis alle Bewerber auf mögliche Verbindungen zu radikal-islamischen Aufständischen überprüft seien, sagte ein Isaf-Sprecher. Damit solle die Gefahr weiterer Übergriffe "von innen" vermindert werden.
Nach US-Angaben aus Kabul sind von der Aussetzung des Trainingsprogramms rund 1000 Rekruten für die lokale Polizei (ALP) betroffen. Das Hauptquartier der US-Armee in Afghanistan und das Einsatzführungskommendo der Bundeswehr in Potsdam wiesen aber darauf hin, dass das Nato-Ausbildungsprogramm für die afghanische Armee (ANA) und die nationale Polizei (ANP) weitergehen.
In den vergangenen Monaten hatte die Zahl der Angriffe von Tätern in Uniformen der afghanischen Armee und Polizei auf ausländische Soldaten deutlich zugenommen. Erst am Mittwoch waren im Süden des Landes drei Australier erschossen worden. Nach NATO-Angaben wurden seit Jahresbeginn 45 ISAF-Angehörige von vermeintlichen Verbündeten getötet.
Abzug bis 2014
Die NATO ist derzeit noch mit rund 130.000 Soldaten in Afghanistan. Bis Ende 2014 soll jedoch der Großteil von ihnen abgezogen werden. Für die Sicherheit im Land sollen dann möglichst flächendeckend einheimische Sicherheitskräfte zuständig sein.
Stand: 02.09.2012 13:18 Uhr
