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Die Gewalt in Afghanistan ist nach US-Angaben auf dem höchsten Stand seit 2001. In der vergangenen Woche seien mehr Sicherheitsvorfälle als jemals zuvor seit dem Sturz der radikal-islamischen Taliban verzeichnet worden, sagte der Oberbefehlshabers der US-Truppen in der Region, General David Petraeus, in Washington. "Ohne Frage, die Situation hat sich verschlechtert."
Laut den aktuellsten Angaben der Bundeswehr, die tagesschau.de vorliegen, wurden sowohl in der letzten Mai-Woche als auch in der ersten Juni-Woche dieses Jahres landesweit insgesamt 313 sogenannte Sicherheitsvorfälle gezählt. Vor einem Jahr lag die Zahl der Gefechte, Anschläge und Beschüsse gegen ISAF-Truppen durchschnittlich bei nicht einmal 200 - Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni 2007 zählten die Militärs nur rund 130 "Sicherheitsvorfälle" je Woche. Als ein Grund für den Anstieg der Gewalt wird der milde Winter genannt: Aufständische konnten dadurch ungehindert von Pakistan aus nach Afghanistan eindringen.
Die USA haben ihre Truppen in Afghanistan seit Ende 2008 von rund 32.000 auf derzeit 56.000 Soldaten aufgestockt. Petraeus rechnet damit, dass die Truppenstärke bis zum Herbst auf insgesamt 68.000 ansteigen wird. Die Bundeswehr hat derzeit mehr als 3600 Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan im Einsatz. Es gilt als wahrscheinlich, dass zur Absicherung der Präsidentschaftswahlen diesen August die Zahl der Bundeswehrtruppen nochmals erhöht wird. Laut Bundestagsmandat liegt die Obergrenze bei 4500 deutschen Soldatinnen und Soldaten.
Dass weitere Bundeswehrsoldaten Dienst in Afghanistan versehen müssen, erscheint sicher. Die NATO-Verteidigungsminister beschlossen nun bei einer Sitzung in Brüssel, dass drei bis vier AWACS-Aufklärungsflugzeuge den afghanischen Luftraum überwachen sollen. Mit an Bord sind auch Soldaten der Bundeswehr.
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