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Selbstmordattentat im Norden Afghanistans
Mindestens 41 Tote bei Anschlag auf Moschee
Ein Selbstmordattentäter hat in einer Moschee in Afghanistan nach Polizeiangaben mindestens 41 Menschen getötet. Bei dem Anschlag während eines Gebets zum Beginn des islamischen Opferfestes in der Stadt Maymana im Norden des Landes seien zudem mindestens 50 Gläubige verletzt worden, sagte der Sprecher des Gouverneurs der Provinz Farjab. Unter den Verletzten befinde sich auch der Polizeichef der Provinz.
Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, der Attentäter habe seine mit Sprengstoff präparierte Weste in der Moschee gezündet, als die Menschen nach Ende der Gebete aus dem Gebäude strömten. Die meisten der Getöteten seien Zivilisten gewesen, darunter auch einige Kinder.
Muslime versammeln sich am ersten Morgen des Opferfestes Eid-al Adha in Moscheen zu einem besonderen Festgebet. Eid-al Adha gilt als das wichtigste islamische Fest. Es wird am Ende des Hadsch, der Wallfahrt nach Mekka, von allen Pilgern sowie allen Gläubigen in der islamischen Welt gefeiert.
Zu dem Anschlag bekannte sich bislang niemand. Ähnliche Attentate wurden jedoch in der Vergangenheit von den islamistischen Taliban verübt. Zwar haben die Taliban im Süden und Osten des Landes den größten Einfluss, doch auch im Norden versuchen sie, ihre Macht auszubauen. In vielen Provinzen betreiben sie Parallelverwaltungen, die Steuern eintreiben und Recht sprechen.
Die radikalislamische Bewegung kämpft seit elf Jahren gegen die Regierung von Präsident Hamid Karsai und deren westliche Unterstützer.
Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag auf Moschee
tagesschau 16:00 Uhr, 26.10.2012, Jürgen Osterhage, ARD Neu-Delhi
Stand: 26.10.2012 11:21 Uhr
