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ISAF-Einsatz in Afghanistan
Erneut US-Soldat bei Insider-Attacke getötet
52 Soldaten sind in diesem Jahr bei sogenannten Insider-Attacken von afghanischen Sicherheitskräften getötet worden. Beim jüngsten Zwischenfall an einem Kontrollposten in der Provinz Wardak im Osten des Landes starben der Internationalen Schutztruppe (ISAF) zufolge ein Soldat sowie ein ziviler Mitarbeiter des Militärkontingents.
Der getötete Soldat sei US-Amerikaner, sagte ein Sprecher der US-Streitkräfte. Im Osten Afghanistans sind vor allem US-Soldaten stationiert. Infolge der Insider-Attacken auf NATO-Angehörige waren vor kurzem gemeinsame Einsätze mit Afghanen stark eingeschränkt worden. Gemeinsame Einsätze unterhalb der Bataillonsgröße sind nur noch nach einer Einzelfallprüfung möglich.
In diesem Jahr starben bereits 52 NATO-Soldaten bei Angriffen durch afghanische Sicherheitskräfte. Auch die Ausbildung weiterer Sicherheitskräfte wurde eingeschränkt. Dies entspricht etwa 20 Prozent aller NATO-Verluste.
Auch Afghanen sollen getötet worden sein
Ein Sprecher der Provinzregierung sagte, bei dem Angriff in Wardak seien auch mindestens zwei afghanische Soldaten getötet worden. Sie seien bei einem Gefecht in der Nacht getötet worden. Es war zunächst aber unklar, ob sie von dem afghanischen Angreifer erschossen wurden oder durch Schüsse der ISAF-Soldaten als Reaktion auf den Angriff.
Laut einer inoffiziellen Zählung der Nachrichtenagentur AP wurden seit Beginn des Afghanistan-Krieges 2001 inzwischen mehr als 2000 US-Soldaten getötet. Die USA stellen den größten Teil der ISAF.
Stand: 30.09.2012 11:55 Uhr
