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Bluttat in der Provinz Helmand

Taliban enthaupten 17 Partygäste

Milizionär in der afghanischen Provinz Helmand
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In den Dörfern der Provinz Helmand sollen eigene Milizionäre für Sicherheit sorgen - gegen die Taliban können sie aber wenig ausrichten.

Kämpfer der radikalislamischen Taliban haben in der südafghanischen Provinz Helmand nach Behördenangaben mindestens 17 Zivilisten enthauptet. Die Opfer hatten im Bezirk Kajaki an einer privaten Feier mit Musik und gemischtem Tanz teilgenommen, teilte der Distrikt-Gouverneur mit. Offenbar überfielen die Taliban die Gäste, als die Party noch lief.

Frauen und Männer feiern in der Regel getrennt in Aghanistan. Feiern, zu denen sie gemeinsam zusammenkommen, sind äußerst selten und werden aus Angst vor radikalislamischen Kräften meist streng geheim gehalten.

Blutige 24 Stunden in Afghanistan
S. Petersmann, ARD Neu-Delhi
27.08.2012 17:52 Uhr

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Fünf Jahre Schreckensherrschaft

Während ihrer fünfjährigen Herrschaft zwischen 1996 und 2001 hatten die Taliban ein archaisches Regime errichtet, in dem Frauen keine Rechte hatten. Nach ihrem Sturz griffen sie immer wieder Orte an, in denen ihrer Meinung nach gegen ihre Moralvorstellungen verstoßen wurde.

So attackierten sie zuletzt im Juni ein Hotel in Kabul, in dem ihrer Ansicht nach der Prostitution nachgegangen wurde. Dabei starben 20 Personen. Nach dem Sturz der Taliban besserte sich die Lage der Frauen. In vielen Gegenden des Landes aber haben sie nach wie vor so gut wie keine Rechte.

Angriffe auf NATO-Soldaten

Ebenfalls in der Provinz Helmand stürmten Taliban-Kämpfer nach Behördenangaben einen afghanischen Armeestützpunkt und töteten zehn Soldaten. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden, weitere sechs würden vermisst, sagte ein Polizeisprecher. Mohammed Ismaiel Hotak. Fünf weitere Soldaten seien nach dem Angriff mit den Taliban mitgegangen. Offenbar handelte es sich um einen sogenannten "Angriff von innen", da einige Soldaten den Taliban bei dem Angriff geholfen hätten.

Am Morgen richtete zudem ein afghanischer Soldat in der östlichen Provinz Lehmann seine Waffe gegen eine Gruppe von NATO-Soldaten und tötete zwei von ihnen. Die Angriffe afghanischer Sicherheitsbeamter auf ISAF-Angehörige hatten zuletzt deutlich zugenommen.

Stand: 27.08.2012 11:08 Uhr

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