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Konsequenz aus Misstrauensvotum
Afghanischer Verteidigungsminister tritt zurück
Der afghanische Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak ist nach einer verlorenen Vertrauensabstimmung im Parlament zurückgetreten. Er respektiere die Entscheidung der Abgeordneten und ziehe daraus seine Konsequenzen, sagte Wardak.
Das Parlament hatte ihm und Innenminister Bismillah Mohammadi am Wochenende wegen mehrerer Anschläge auf hohe Regierungsvertreter das Vertrauen entzogen. Wer neuer Verteidigungsminister wird, ist noch offen. Wardaks Rücktritt könnte auch die Pläne der NATO erschweren, die Sicherheitsverantwortung bis Ende 2014 vollständig an afghanische Kräfte zu übertragen.
Elf Tote bei mehreren Anschlägen
Die Gewalt im Land dauert an. Bei neuen Anschlägen kamen mindestens acht Zivilisten und drei Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf ums Leben. Die Afghanen starben, als ihr Bus nahe der Hauptstadt Kabul von einem Sprengsatz getroffen wurde, wie die Polizei mitteilte. Sieben weitere Insassen seien verletzt worden. Den Angaben zufolge wurde der mutmaßliche Bombenleger von Sicherheitskräften festgenommen.
In der Ostprovinz Kapisa starb ein französischer Gebirgsjäger bei einem Gefecht mit Aufständischen. Zwei Soldaten wurden verletzt, als sie mit Raketen und Gewehren beschossen wurden, wie die Regierung in Paris mitteilte. Bei weiteren Zwischenfällen im Süden des Landes kamen nach Isaf-Angaben vom Dienstag zwei NATO-Soldaten ums Leben.
Stand: 07.08.2012 16:25 Uhr
