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Nach Blutbad in afghanischer Provinz Kapisa
Todesurteil nach Mord an französischen Soldaten
Ein afghanischer Soldat, der im Januar vier französische Soldaten erschossen hatte, ist von einem Militärgericht zum Tode verurteilt worden. Das teilte das Verteidigungsministerium in Kabul mit.
Der 22jährige hatte Anfang Januar in der Provinz Kapisa nordöstlich der Hauptstadt das Feuer auf französische Ausbilder eröffnet. Vier von ihnen starben sofort, ein fünfter erlag später seinen Verletzungen. 14 weitere Soldaten wurden verletzt.
Abzug der französischen Armee vorgezogen
Der Vorfall hatte den damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy veranlasst, den Abzug seiner Soldaten bereits für Ende 2013 anzuordnen, anstatt wie geplant Ende 2014. Sarkozys Nachfolger François Hollande zog den Abzugstermin für die Kampftruppen auf Ende 2012 vor.
Im Land sollen dann noch rund 1500 französische Einsatzkräfte zur Ausbildung afghanischer Einheiten bleiben. In der Provinz Kapisa hatten die französischen Truppen ihre Verantwortung Anfang Juli an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben.
Stand: 17.07.2012 12:56 Uhr
