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28.05.2012

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Afghanistan: Mindestens 19 Tote bei Selbstmordanschlag in Talokan
Bei einer Trauerfeier im Norden Afghanistans

Mindestens 19 Menschen sterben bei Selbstmordanschlag

Nach dem Anschlag werden verletzte Menschen in einem Krankenhaus in Talokan behandelt. (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Nach dem Anschlag werden verletzte Menschen in einem Krankenhaus in Talokan behandelt. ]
Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag im Norden Afghanistans mindestens 19 Menschen mit in den Tod gerissen. Etwa 50 weitere seien verletzt worden, als sich der Täter bei einer Trauerfeier in der Stadt Talokan in der Provinz Tachar in die Luft sprengte, teilte die Polizei mit. Zu der Trauerfeier hätten sich mehr als hundert Menschen versammelt, berichtete ein Augenzeuge.

Der Täter habe seinen Sprengsatz in der Menge gezündet, als sich die Trauergäste gerade auf den Heimweg machen wollten. "Nun begraben die Menschen ihre getöteten Angehörigen auf demselben Friedhof", sagte der Augenzeuge.

Parlamentsabgeordneter unter den Opfern

Unter den Toten sei auch ein Parlamentsabgeordneter sowie mehrere Angehörige des Provinzrates. Der getötete Abgeordnete gehörte dem Unterhaus in der Hauptstadt Kabul an und amtierte auch als stellvertretender Minister in der Karsai-Regierung. In den 80er Jahren kommandierte er Aufständische im Kampf gegen die Rote Armee.

Staatspräsident Hamid Karsai verurteilte den Selbstmordanschlag als "rücksichtslosen Akt des Terrors".

In Talokan waren im Mai bei einem Anschlag auf den Gouverneurssitz zwei Bundeswehrsoldaten getötet worden. Der Regionalkommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf, der deutsche Generalmajor Markus Kneip, war verletzt worden. Insgesamt hatte der Anschlag sieben Todesopfer gefordert, darunter auch den Polizeichef von Nordafghanistan.

Erst Anfang Dezember hatten Attentäter Anschläge auf Schiiten in mehreren afghanischen Städten verübt. Dabei wurden mindestens 34 Menschen getötet.

Stand: 25.12.2011 16:37 Uhr
 

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