Soldaten tragen den Sarg eines in Afghanistan gefallenen Kameraden | Bildquelle: picture alliance / dpa

Chronologie In Afghanistan getötete Soldaten

Stand: 06.10.2013 14:23 Uhr

54 deutsche Soldaten verloren laut der Bundeswehr seit 2002 ihr Leben in Afghanistan. Die meisten der Opfer wurden nur zwischen 20 und 30 Jahre alt. Waren es anfänglich Unfälle, bei denen Opfer zu beklagen waren, überwiegt mittlerweile die Zahl der durch Feindeshand getöteten Soldaten. Eine Chronologie:

Am 06. Juni 2013 wird am frühen Morgen Ortszeit ein Bundeswehrsoldat mit schweren Kopfverletzungen im Feldlager Masar-i-Scharif aufgefunden. Er stirbt wenig später im Lazarett.

Am 04. Mai 2013 geraten deutsche Spezialkräfte, die eine afghanische Operation in Nordafghanistan unterstützen, unter Beschuss. Im Gefecht mit den Aufständischen wird zum ersten Mal ein deutscher Soldat aus dem Kommando Spezialkräfte (KSK) getötet.

2011 sterben sieben Soldaten

Am 02. Juni 2011 wird in der Provinz Baghlan südlich von Kundus ein Sprengstoffanschlag auf einen patrouillierenden Schützenpanzer der Bundeswehr verübt - ein deutscher Soldat stirbt.

Am 28. Mai 2011 sterben zwei deutsche Soldaten bei einem Sprengstoffanschlag auf den Gouverneurspalast in Talokan, in dem sich zum Zeitpunkt der Explosion hochrangige Delegationen Deutschlands und Afghanistans aufhalten.

Am 25. Mai 2011 wird ein deutscher Soldat bei einem Anschlag mit einem improvisierten Sprengsatz auf die Bundeswehr in der Provinz Kundus getötet.

Am 18. Februar 2011 schießt ein Mann in afghanischer Armeeuniform in einem Bundeswehraußenposten in Nordafghanistan um sich - drei Soldaten werden getötet.

2010 werden neun Soldaten getötet

Am 17. Dezember 2010 stirbt ein Soldat, als sich aus der Waffe eines Kameraden ein Schuss löst.

Am 07. Oktober 2010 wird bei einem Selbstmordanschlag in der nordafghanischen Provinz Baghlan ein Bundeswehrsoldat getötet.

Am 15. April 2010 wird etwa 100 Kilometer südlich von Kundus eine Patrouille beschossen: Vier Soldaten sterben.

Am 2. April 2010 werden bei Gefechten nahe Kundus drei Bundeswehrsoldaten erschossen.

2009 kommen sieben Soldaten ums Leben

Am 4. Oktober 2009 - 14 Monate nach einem Anschlag nahe Kundus - erliegt ein deutscher Soldat seinen Verletzungen.

Am 23. Juni 2009 werden bei einem Gefecht nahe Kundus drei Bundeswehrsoldaten getötet.

Am 29. April 2009 gerät nahe Kundus eine Patrouille in einen Hinterhalt: Ein Soldat wird erschossen.

Am 14. März 2009 kommt ein deutscher Soldat bei einem Unfall in Faisabad ums Leben.

Am 11. Februar 2009 stirbt in Masar-i-Scharif ein deutscher Soldat an den Folgen seines Einsatzes.

2008 werden drei Soldaten getötet

Am 20. Oktober 2008 werden in der Provinz Kundus bei einem Selbstmordanschlag zwei Bundeswehrsoldaten getötet.

Trauer um getötete Soldaten | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Soldaten salutieren und begleiten einen Sarg bei einer Trauerfeier in Masar-i-Scharif.

Am 27. August 2008 wird ein Bundeswehrsoldat durch eine Sprengfalle südlich von Kundus getötet.

2007 kommen vier Soldaten ums Leben

Am 3. September 2007 stirbt ein deutscher Soldat im Feldlager von Masar-i-Scharif.

Am 19. Mai 2007 werden drei Bundeswehrsoldaten bei einem Selbstmordanschlag auf einem Markt in Kundus getötet.

2006 verunglückt ein Soldat tödlich

Am 18. Dezember 2006 stirbt ein deutscher Soldat an den Folgen eines Munitionsunfalls außerhalb Kabuls.

2005 verlieren vier Soldaten ihr Leben

Am 14. November 2005 wird in Kabul bei einem Selbstmordanschlag ein deutscher Soldat getötet getötet.

Am 7. August 2005 stirbt ein deutscher Soldat bei einem Autounfall.

Am 25. Juni 2005 werden in Rustak im Norden Afghanistans zwei deutsche Soldaten bei einer Explosion getötet. Zunächst wird ein Munitionsunfall als Ursache vermutet, später geht die Bundeswehr dann von einem Anschlag aus.

2004 stirbt ein Soldat

Am 17. Oktober 2004 stirbt ein deutscher Soldat unter unbekannten Umständen.

2003 werden sieben Soldaten getötet

Am 7. Juni 2003 werden vier Bundeswehrsoldaten bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bundeswehrbus in Kabul getötet.

Anschlag auf Bundeswehrbus 2003 | Bildquelle: REUTERS
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Der Anschlag auf einen Bus am 7. Juni 2003 gilt als erster tödlicher Gewaltakt gegen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan.

Am 29. Mai 2003 stirbt ein Soldat im Großraum Kabul bei einer Patrouillenfahrt, als sein Fahrzeug auf eine Mine fährt.

Am 17. Mai 2003 stirbt ein deutscher Offizier unter unbekannten Umständen.

Am 20. März 2003 stirbt ein deutscher Offizier unter unbekannten Umständen.

2002 kommen neun Soldaten ums Leben

Am 21.12.2002 sterben beim Absturz eines Hubschraubers nahe Kabul sieben Bundeswehrsoldaten.

Am 6. März 2002 in Kabul kommen zwei deutsche Soldaten ums Leben, als eine Rakete bei einem Entschärfungsversuch explodiert.

Quellen: Bundeswehrangaben, eigene Berichte, Agenturmeldungen

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