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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den im Amt bestätigten afghanischen Präsidenten Hamid Karsai aufgerufen, die Korruption und den Drogenhandel stärker zu bekämpfen. Außerdem beglückwünschten die Mitglieder des Sicherheitsrats die Bevölkerung für ihr aktives Engagement und ihre Teilnahme an den Wahlen.
[Bildunterschrift: Karsai - der alte und neue Präsident Afghanistans. ]
In einer Erklärung verlangte das Gremium von der neuen Regierung, sich aktiv um die Probleme der Bevölkerung - wie die Frage der Sicherheit und den wirtschaftlichen Aufbau - zu kümmern. Die Lebensbedingungen der Menschen sollten verbessert werden.
Afghanistan wies die Vorwürfe des Westens gegen Präsident Hamid Karsai zurück. Solche Aussagen "widersprechen den anerkannten internationalen Normen", erklärte das Außenministerium am in Kabul. Zudem werde mit den Vorwürfen die afghanische Souveränität verletzt.
In den vergangenen Tagen hatten unter anderem auch US-Präsident Barack Obama, der UN-Missions-Chef Kai Eide, Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner und der britische Regierungschef Gordon Brown von Karsai verlangt, härter gegen Korruption und Vetternwirtschaft vorzugehen. Er werde nicht länger das Leben britischer Soldaten in Gefahr bringen, wenn Karsai nicht gegen Korruption vorgehe, sagte Brown.
Karsai war am Montag nach wochenlangem Chaos und dem Rückzug seines Konkurrenten Abdullah Abdullah von der für heute geplanten Stichwahl von der umstrittenen Wahlkommission (IEC) zum Sieger der Wahl erklärt worden. In der ersten Wahlrunde am 20. August bekam Karsai nach Worten des IEC-Chefs Asisullah Ludin mit 49,67 Prozent der Stimmen die Mehrheit. Karsai wichtigster Gegenkandidat, der ehemalige Außenminister Abdullah, war auf 30,59 Prozent der Stimmen gekommen. Da Karsai bei der Stichwahl keinen Gegenkandidaten mehr hatte, beschlossen die IEC-Mitglieder einstimmig, dem Amtsinhaber den Sieg zuzuerkennen.
Laut der Organiation Transparency International gehört Afghanistan zu den fünf korruptesten Ländern der Erde. Karsai selbst hatte am Dienstag für seine zweite Amtszeit eine bessere Regierungsführung versprochen und das Problem eingestanden: "Afghanistan ist von der Korruption beschmutzt worden. Unsere Regierung ist von der Korruption beschmutzt worden", sagte der Präsident bei seinem ersten Auftritt nach seiner umstrittenen Ausrufung zum Wahlsieger.
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