Rauchwolken am Vulkan Ätna | Bildquelle: dpa

Ätna spuckt Asche Aschewolke behindert Flugverkehr in Catania

Stand: 18.03.2017 15:01 Uhr

Er gehört zu einem der aktivsten Vulkane der Welt: Seit einigen Tagen spuckt der Ätna auf Sizilien wieder Asche - und zwar so sehr, dass der Flugverkehr in Catania zeitweilig beeinträchtigt ist. Vor einigen Tagen waren sogar mehrere Menschen durch Gesteinssplitter verletzt worden.

Wegen der Aschewolke aus dem Vulkan Ätna ist der internationale Flughafen Catania auf Sizilien vorübergehend geschlossen worden. Mehrere Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet, darunter auch eine Maschine aus München. Die Flüge waren seit Freitagabend auf die anderen sizilianischen Flughäfen Palermo und Comiso umgeleitet worden. Zwar hätten Räumfahrzeuge die Start- und Landebahn von Asche gesäubert, aber die Lage sei weiter "kritisch". Inzwischen wurde der Flugverkehr aber wieder aufgenommen.

Verletzte durch Gesteinssplitter

Am Donnerstag hatte auf 2700 Metern Höhe das Zusammentreffen von Schnee und Lava eine Explosion ausgelöst. Etwa zehn Menschen, darunter Wissenschaftler und Touristen, wurden durch Gesteinssplitter verletzt. Vier Verletzte, die ins Krankenhaus gekommen waren, wurden mittlerweile wieder entlassen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Zu einer "phreatischen Explosion" wie am Ätna komme es, wenn Lava in Kontakt mit Wasser, Schnee oder Eis kommt, erklärte Eleonora Rivalta vom Deutschen Geoforschungszentrum in Postdam. "Der Grund dafür ist, dass im Lavagestein ganz viele Gase gelöst sind. Wenn die Lava zu rasch abkühlt, formen die Gase Blasen. Die Blasen werden schnell ganz groß und brechen das Gestein. Dann kommt es zur Explosion." Die Splitter, die ein Vulkan dann in die Luft schleudert, könnten durchaus heiß sein, sagte Rivalta.

Vulkan Ätna | Bildquelle: dpa
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Mehrere Menschen wurden am Donnerstag durch Gesteinssplitter verletzt, als das Zusammentreffen von Schnee und Lava eine Explosion auslöste.

Immer wieder kommt es zu Eruptionen

Die jüngste Episode von Eruptionen am Ätna hatte vor gut zwei Wochen begonnen. Nachdem sich die Aktivität am Vulkan zeitweise verringert hatte, intensivierte sie sich in den vergangenen Tagen wieder. Am Südostkrater auf 3200 Metern Höhe bildete sich ein Lavastrom.

Der Ätna gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Es kommt immer wieder auch zu größeren Eruptionen. Ende Mai findet in der Nähe, in Taormina, der G7-Gipfel der führenden Industrienationen statt, zu dem auch US-Präsident Donald Trump erwartet wird.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. März 2017 um 13:35 Uhr.

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