Nach der Massenpanik nahe der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba warten verletzte Demonstranten auf Hilfe.  | Bildquelle: REUTERS

Demonstration in Äthiopien Offenbar Dutzende Tote bei Massenpanik

Stand: 02.10.2016 22:14 Uhr

Bei Protesten gegen die äthiopische Regierung sind offenbar viele Menschen zu Tode getrampelt woden. Es brach eine Massenpanik aus, als Polizisten Gummigeschosse in die Menge feuerten. Bereits im August waren 100 Demonstranten getötet worden.

In Äthiopien sind bei Protesten gegen die Regierung Medienberichten zufolge laut Behörden mindestens 52 Menschen getötet worden. Die Polizei habe Gummigeschosse auf eine Gruppe von mehreren Tausend Demonstranten in der Region Oromo abgefeuert und Tränengas eingesetzt. Daraufhin sei Panik ausgebrochen. In der fliehenden Menge seien viele Menschen zu Tode getrampelt oder verletzt worden.

Mindestens 50 Menschen sterben bei Massenpanik
tagesschau 20:00 Uhr, 02.10.2016

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Bereits im August 100 Menschen getötet

In dem ostafrikanischen Land kommt es seit Monaten zu Unruhen. Anfang August waren rund 100 Menschen bei Protesten getötet worden. Die Aufstände der bisher unterdrückten Bevölkerungsgruppen vor allem in den Regionen Oromo und Amhara hatten im vergangenen November begonnen. Sie entzündeten sich an Plänen der Regierung, die Hauptstadt Addis Abeba in das Gebiet des Oromo-Volks auszubreiten. Die Oromo sind die größte Bevölkerungsgruppe des ostafrikanischen Landes, werden aber seit Jahren unterdrückt.

Äthiopien enger Verbündeter des Westens

Äthiopien wird autokratisch regiert und ist ein enger Verbündeter der USA und Europas im Kampf gegen Terror. Wegen seiner wirtschaftlichen Entwicklung gilt es als Vorbild für andere afrikanische Länder. Die Regierung steht jedoch wegen Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung der Opposition in der Kritik.

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