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Erste Runde der Präsidentenwahl in Ägypten

Drittplatzierter Sabahi will Wahlergebnis anfechten

Hamdin Sabahi
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Will das Ergebnis anfechten: Hamdin Sabahi

Nach der ersten Runde der ägyptischen Präsidentschaftswahl will der drittplatzierte Kandidat Hamdin Sabahi die Abstimmung anfechten. Man habe Hinweise für zahlreiche Verstöße gefunden, sagte Sabahis Sprecher. Daher werde Sabahi eine Neuauszählung eines Teils der Stimmen fordern. Die Beschwerde solle noch heute eingereicht werden.

Sababi hatte bei der Wahl nach halboffiziellen Zahlen überraschend gut abgeschnitten. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur MENA landete er nur knapp auf dem dritten Platz hinter dem Kandidaten der Muslimbruderschaft Mohammed Mursi und Ahmed Schafik, dem letzten Regierungschef des Ex-Diktators Hosni Mubarak. Nach Angaben der Muslimbrüder kam Mursi auf 25,3 Prozent der Stimmen, Schafik auf 24 Prozent und Sabahi auf 22 Prozent.

Stichwahl zwischen Mursi und Schafik wohl notwendig
tagesschau 20:00 Uhr, 25.05.2012, Thomas Aders, ARD Kairo

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Pyrrhussieg für Sabahi?

Für Sabahi wäre dies ein Achtungserfolg - aber auch nicht mehr. Da nur die zwei Kandidaten in die Stichwahl gehen, die am meisten Stimmen bekommen haben, wäre er in der zweiten Runde der Wahl nicht mehr dabei. Sabahi gab sich vor seinen Anhängern aber dennoch kämpferisch. "Wir werden die Revolution zum Sieg führen", versprach er bei einer Veranstaltung in Kairo.

Sabahi stammt aus einfachen Verhältnissen. Im Wahlkampf forderte er mehr soziale Gerechtigkeit. Der Journalist war während der Mubarak-Herrschaft Parlamentsabgeordneter und kämpfte vehement gegen Korruption. Sabahi ist ein ausgesprochener US- und Israel-Kritiker.

Das offizielle Ergebnis soll am Dienstag von der Wahlkommission bekanntgegeben werden. Wenn wie erwartet keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht, findet wahrscheinlich am 16. und 17. Juni die Stichwahl statt. Der Sieger soll dann am 21. Juni feststehen

Eine Warteschlange vor einem Wahllokal in Kairo
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Die Wahlbeteiligung war hoch - vor vielen Wahllokalen bildeten sich am Mittwoch und Donnerstag lange Warteschlangen.

Stand: 27.05.2012 04:59 Uhr

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