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In Ägypten ist es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen: In Kairo stürmten Hunderte Bürger ein von Soldaten umstelltes Gebäude der Staatssicherheit und forderten die Auflösung der verhassten Behörde. Dieser werden schwerste Übergriffe beim Vorgehen gegen Dissidenten während der fast 30-jährigen Herrschaft des gestürzten Staatschefs Hosni Mubarak vorgeworfen.
Die Demonstranten wollten nach eigenen Angaben Unterlagen sichern, die vermutlich vernichtet werden sollten. Laut Augenzeugen versuchten Mitarbeiter in aller Eile Akten zu vernichten, die Menschenrechtsverletzungen beweisen könnten. Nach ihren Angaben stieg aus einem der Gebäude Rauch auf und es sah aus, als ob Mitarbeiter versuchten, dort Akten zu verbrennen.
Bereits am Freitagabend hatten fast 1000 Demonstranten ein Bürogebäude in der Stadt Alexandria gestürmt, es stundenlang besetzt und später die dort eingeschlossenen Beamten verprügelt, wie ein Augenzeuge berichtete. In den Büros seien etliche zerrissene Dokumente zu sehen gewesen, sagte er. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden mindestens 20 Beamte verletzt ins Krankenhaus gebracht. Auch Demonstranten sollen verletzt worden sein. Vor dem Gebäude kam es zu Straßenschlachten mit Sicherheitskräften, die Tränengas und scharfe Munition einsetzten, während Angreifer Molotow-Cocktails warfen.
Unterdessen hat vor einem Strafgericht in Kairo der Prozess gegen den ehemaligen Innenminister Habib al Adli begonnen. Ihm werden Machtmissbrauch und Geldwäsche vorgeworfen. Außerdem wird er vielfach für das brutale Vorgehen der Bereitschaftspolizei gegen Demonstranten verantwortlich gemacht.
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