Protest in Kairo (Bildquelle: REUTERS)

Straßenkrawalle in Ägypten Machtkampf zwischen Armee und Islamisten

Stand: 26.07.2013 22:45 Uhr

Die bereits angespannte Lage in Ägypten spitzt sich weiter zu. In der Hauptstadt Kairo und in weiteren Städten kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Anhängern und Gegnern des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi. Ägyptischen Medienberichten zufolge wurden in Alexandria vier Menschen getötet und mehr als 50 verletzt. Die Polizei trieb die verfeindeten Lager mit Tränengas auseinander.

Vorausgegangen war ein Gerichtsbeschluss gegen Mursi, wonach dieser zwei Wochen in Untersuchungshaft verbringen muss. Auch hatte Armeekommandeur Abdel Fattah al Sisi vor zwei Tagen zu Massendemonstrationen aufgerufen. Die Menschen sollten ihm damit ein Mandat für den "Krieg gegen den Terror" geben.

Auf dem Tahrir-Platz in Kairo versammelten sich Zehntausende Gegner Mursis. Über den Demonstranten kreisten Hubschrauber der Armee im Tiefflug. Auch die Mursi-Anhänger kamen in Kairo zu Tausenden zusammen, um nach dem Freitagsgebet für die dessen Freilassung zu demonstrieren.

Mursi-Anhänger in Kairo (Bildquelle: REUTERS)
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Tausende Mursi-Anhänger in Kairo.

Panzer am Tahrir-Platz (Bildquelle: REUTERS)
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Mit Panzern sperrte die Armee den Tahrir-Platz

Die Machtdemonstrationen beider Seiten lassen befürchten, dass die Lage weiter eskalieren könnte. Die Sicherheitsvorkehrungen in Kairo sind massiv. Al Sisi hatte versprochen, die Anhänger der Armee vor Angriffen ihrer Gegner zu schützen. An einem Zugang zum Tahrir-Platz stehen Panzer. In vielen anderen Teilen der Stadt waren Polizisten und Soldaten stationiert.

Armeechef al Sisi fordert Volk zum Millionenmarsch auf
tagesthemen 21:45 Uhr, 26.07.2013, Stefan Maier, ARD Kairo

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