Richter Hassan Farid beim Urteilsspruch in einem Gericht in Kairo | Bildquelle: REUTERS

Urteil in Ägypten 30 Islamisten zum Tode verurteilt

Stand: 17.06.2017 13:30 Uhr

Wegen ihrer Beteiligung an der Ermordung des ägyptischen Generalstaatsanwalts Barakat hat ein Gericht in Kairo 30 Islamisten zum Tode verurteilt. Barakat war bei einem Autobombenanschlag getötet worden. Er hatte die Strafverfolgung Tausender Islamisten geleitet.

Ein ägyptisches Gericht hat 30 Menschen wegen des Mordes an dem ehemaligen Generalstaatsanwalt Hischam Barakat zum Tode verurteilt. Barakat hatte die Strafverfolgung Tausender Islamisten in Ägypten geleitet und war am 29. Juni 2015 mit einer Bombe getötet worden.

Urteil an Großmufti weitergeleitet

Der Richter leitete das Urteil wie gesetzlich vorgeschrieben an den ranghöchsten Theologen des Landes, den Großmufti, weiter, der nun seine Einschätzung zu der Verurteilung abgeben wird. Seine Bewertung ist allerdings nicht bindend. Das Gericht wird am 22. Juli erneut zusammenkommen, um die Todesurteile zu bestätigen und das Urteil über weitere 36 Angeklagte zu sprechen. Von den insgesamt 67 Beschuldigten sind 15 noch auf der Flucht.

Der Generalstaatsanwalt ist das prominenteste Opfer in einer Reihe von Anschlägen in dem Land seit 2013. Die Regierung machte die verbotene Muslimbruderschaft und die Hamas für die Tat verantwortlich und verschärfte die Terrorgesetze.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Juni 2017 um 18:28 Uhr

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