Angriff auf Hotel in Ägypten Drei Touristen in Hurghada verletzt

Stand: 09.01.2016 00:38 Uhr

Bewaffnete haben ein Hotel im ägyptischen Ferienort Hurghada angegriffen. Nach Angaben des staatlichen Fernsehens wurden drei Touristen verletzt. Zunächst war auch von einem deutschen Verletzten die Rede. Mindestens einer der Angreifer wurde getötet.

Im ägyptischen Badeort Hurghada am Roten Meer haben Bewaffnete ein Hotel angegriffen. Nach Angaben der Polizei wurden drei Touristen verletzt. Es handele sich um zwei Österreicher und einen Schweden. Sie seien mit Messern verwundet worden, seien aber in einem "stabilen Zustand" und hätten nur "leichte Verletzungen" davongetragen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Angriff richtete sich gegen das Hotel "Bella Vista".

Anschlag auf Hotel in Hurghada
tagesschau 09:00 Uhr, 09.01.2016, Alexander Stenzel, ARD Kairo

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Nach Angaben aus dem Hotel griffen die Bewaffneten vom Roten Meer aus an und versuchten, Touristen in ihre Gewalt zu bringen. Die Angreifer sollen eine Fahne der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) getragen haben.

Zuvor hatte das staatliche Fernsehen unter Bezugnahme auf Behördenvertreter von einem Deutschen und einem Dänen berichtet, die verletzt worden seien sollen. Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte auf Anfrage, es gebe keine gesicherten Erkenntnisse, ob auch deutsche Staatsbürger betroffen waren. Es sprach eine Teilreisewarnung aus. Reisenden wurde geraten, zunächst in den Hotels zu bleiben.

Polizei im Badeort Hurghada | Bildquelle: dpa
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Polizei im Badeort Hurghada

Angreifer trug offenbar Sprengstoffgürtel

Einer der Angreifer habe einen Sprengstoffgürtel getragen und sei von ägyptischen Sicherheitskräften getötet, ein zweiter Angreifer sei verletzt worden. Bei dem getöteten Angreifer handelt es sich nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums um einen Studenten. Es könnte sich dabei laut der Nachrichtenagentur AP um einen 21-Jährigen aus Gizeh handeln.

Dort war es erst am Donnerstag zu einem weiteren Angriff auf ein Touristenhotel in der Nähe der Pyramiden gekommen. Dabei wurde nach offiziellen Angaben niemand verletzt. Ein ägyptischer Ableger des IS, der sich zu der Tat bekannte, behauptete hingegen, mehrere israelische Touristen seien getötet und verwundet worden.

Weiterer Schlag für ägyptischen Tourismus

Hurghada ist in den Wintermonaten ein beliebtes Reiseziel, vor allem bei Tauchern. Die neuen Angriffe sind ein weiterer schwerer Schlag für die ägyptische Tourismusindustrie, die bereits seit Jahren unter der zunehmenden Aktivität islamischer Extremisten auf der Halbinsel Sinai zu leidet. IS-Anhänger bekannten sich auch dazu, für den Absturz des russischen Touristenfliegers Ende Oktober verantwortlich zu sein, bei dem 224 Menschen ums Leben kamen.

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