Bildergalerie: Stalingrad: Der Wendepunkt des 2. Weltkriegs

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Der Wendepunkt des 2. Weltkriegs (01.02.3013)

Skulptur tanzender Kinder in Stalingrad nach der Schlacht.

Stalingrad ist ein Symbol für den brutalen Eroberungs- und Vernichtungsfeldzug der Deutschen im 2. Weltkrieg - und für die Niederlage Nazi-Deutschlands. Einer der wenigen Orte in Stalingrad, der nicht den Kämpfen zum Opfer fiel, war diese Skulptur mit tanzenden Kindern. | Bildquelle: picture-alliance / akg-images /

Skulptur tanzender Kinder in Stalingrad nach der Schlacht.

Stalingrad ist ein Symbol für den brutalen Eroberungs- und Vernichtungsfeldzug der Deutschen im 2. Weltkrieg - und für die Niederlage Nazi-Deutschlands. Einer der wenigen Orte in Stalingrad, der nicht den Kämpfen zum Opfer fiel, war diese Skulptur mit tanzenden Kindern.

Göring, Hitler und Keitel über einer Karte zum Russlandfeldzug 1942.

Hitler (hier mit Luftwaffenchef Hermann Göring und Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel) wollte im Sommer 1942 durch die Eroberung Stalingrads den sowjetischen Truppen einen wichtigen Nachschubweg für Rüstungsgüter abschneiden und sich gleichzeitig die Ölvorkommen im Kaukasus sichern. Der Krieg im Osten war für die Nazis ein militärischer und ideologischer Feldzug. Mit äußerster Brutalität gingen deutsche Verbände auch gegen die Zivilbevölkerung vor, ganze Landstriche wurden ausgeplündert.

Wehrmachtssoldaten der 6. Armee in Stalingrad 1942.

Die deutschen Angreifer erreichten mit der mehr als 250.000 Mann starken 6. Armee am 23. August 1942 Stalingrad.

Luftbild von Stalingrad während der Schlacht 1942.

Rund 600.000 Menschen lebten damals in der Stadt. Stalin hinderte die Bevölkerung zunächst an der Flucht - er glaubte, dies sei gut für die Moral seiner Soldaten. Danach war es für eine vollständige Evakuierung zu spät. Die deutsche Luftwaffe warf insgesamt rund eine Million Bomben auf die Stadt.

Soldaten der Roten Armee bei der Schlacht um Stalingrad.

Doch hinter der Front hatten die Rote Armee zahlreiche Truppen zusammengezogen. Völlig überraschend für das deutsche Oberkommando - es hatte zuvor vermeldet, die Sowjetunion verfüge über keinerlei Reserven mehr - begann am 19. November 1942 die "Operation Uranus" zur Rückeroberung Stalingrads.

Das Traktorenwerk "Dserschinski" während der Schlacht von Stalingrad.

Besonders heftig tobten die Kämpfe im Stadtzentrum, unter anderem am Traktorenwerk "Dserschinski".

Deutsche Infanterie bei den Straßenkämpfen um Stalingrad.

Es dauerte fünf Tage, dann war die 6. Armee von sowjetischen Truppen komplett eingekesselt. Als die Rote Armee zwei Flughäfen eroberte, brach auch die Versorgung der Wehrmacht aus der Luft zusammen. Im Januar 1943 waren die deutschen Einheiten am Ende.

Friedrich Paulus nach der Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad.

Trotz des Verbots Hitlers, zu kapitulieren oder auszubrechen, kapitulierte der deutsche Generalfeldmarschall Friedrich Paulus - nicht zuletzt wegen der desolaten Versorgungslage - am 31. Januar 1943 mit dem größten Teil seiner Truppen. Die restliche Armee folgte der Kapitulation am 2. Februar 1943.

Tote Rotarmisten in der Schlacht von Stalingrad.

In der Schlacht von Stalingrad kamen mehr als 700.000 Menschen ums Leben. Die Verluste auf Seiten der Roten Armee und bei der Zivilbevölkerung waren besonders hoch. Historiker sprachen von "ungeheuren Opfern". Die Stadt war nach der Schlacht fast vollständig zerstört, nur einige Tausend Zivilisten überlebten hier.

Deutsche Kriegsgefangene wurden aus Stalingrad abgeführt.

Rund 10.000 Soldaten, die sich in Kellern und der Kanalisation versteckt hielten, setzten ihren Widerstand bis Anfang März 1943 fort. Von den rund 110.000 Wehrmachtssoldaten und deren Verbündeten, die in Kriegsgefangenschaft gerieten, überlebten rund 5000 den Krieg.

Ein Mitarbeiter des Deutschen Suchdienstes zeigt ein Porträtbild eines vermissten deutschen Soldatens.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es von Millionen ehemaligen Wehrmachtssoldaten kein Lebenszeichen. Der Deutsche Suchdienst München nahm sich verzweifelter Familien an und machte sich auf eine schwierige Suche nach verschollenen Soldaten, die bis heute andauert.

Die Ruine der "Roten Mühle" in Wolgograd.

In der "Grudinin-Mühle" oder auch "Roten Mühle" hatten sich während der Schlacht zeitgleich deutsche und sowjetische Soldaten verschanzt. Heute ist sie das einzige in dieser Form erhalten gebliebene Gebäude Wolgograds aus dem Krieg.

Kinder im Panorama-Museum in Wolgograd.

Direkt neben der alten Mühle steht das Panorama-Museum, das mit zahlreichen Artefakten aus der Schlacht die Erinnerung bewahrt.

Eine junge Frau läuft über den "Platz der gefallenen Kämpfer" in Wolgograd.

Stalingrad wurde 1961 in Wolgograd unbenannt - der "Platz der gefallenen Kämpfer" erinnert an die Veteranen der Roten Armee.

Josef Stalin

Zum Jahrestag der Befreiung trägt die Stadt wieder den Namen von Josef Stalin.

Schüler eines militärischen Internats ziehen mit Bannern an der "Figur der Mutter Heimat" vorbei.

Schüler eines militärischen Internats ziehen anlässlich des Jubiläums mit Bannern an der "Figur der Mutter Heimat" vorbei. Die riesige Statue am Mamajew-Hügel erinnert an die dort heftig geführten Gefechte.

Eine russische Militärkapelle spielt in Wolgograd.

Russische und deutsche Kriegsveteranen sowie Delegationen aus Dutzenden Ländern gedenken dem Ende der blutigen Schlacht von Stalingrad am 2. Februar 1943.

Ein T-34-85 rollt während einer Parade durch die Straßen Wolgograds, dem ehemaligen Stalingrad

An einer Militärparade nahm auch dieser T-34-85 teil. Kampfpanzer dieser Reihe genießen einen legendären Ruf für ihre Rolle im Sieg gegen die Wehrmacht.

Präsident Wladimir Putin (kniend) legt vor der Ewigen Flamm einen Kranz ab.

Präsident Wladimir Putin (kniend) legt vor der Ewigen Flamm einen Kranz ab.

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