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Die Länderchefs von Baden-Württemberg und Niedersachsen, Winfried Kretschmann und David McAllister, sehen im Atomausstieg eine große Herausforderung. Kretschmann von den Grünen sprach von einer "Jahrhundertaufgabe". Der Christdemokrat McAllister sieht auf die Politik in den nächsten zehn Jahren "sehr viel Arbeit" zukommen.
Im Bericht aus Berlin verwies Kretschmann aufs "Kleingedruckte": Seine Parteifreunde würden sich die Details des Atomausstiegs sehr genau anschauen, sobald sie vorlägen. Kretschmann zeigte sich überzeugt, dass der Ausstieg auch schneller erfolgen könnte. Entscheidend seien aber der "klare Ausstiegstermin" und die stufenweise Abschaltung der AKW. Das hätten alle 16 Ministerpräsidenten in einem großen Konsens erreichen können.
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Auf diesen Konsens bezog sich auch McAllister. Angesprochen auf die zögernde Haltung der Grünen, dem Atomausstieg zuzustimmen, appellierte er an die Oppositionspartei im Bund: "Die energiepolitische Neuorientierung in Deutschland ist eine riesengroße Herausforderung. Eine solche Herausforderung kann man nur gemeinsam angehen. Diejenigen, die diese Chance nicht nutzen wollen, müssen den Bürgern erklären, warum parteitaktische Spielchen wichtiger sind."
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McAllister wehrte sich gegen die Kritik der Jungen Union, die CDU orientiere sich zu sehr an den Grünen. Die Auffassungen seien sehr unterschiedlich, aber der CDU gehe es um die Sache. Kretschmann wies die Schlussfolgerung zurück, die Grünen seien mit der Entscheidung für den Atomausstieg überflüssig geworden: "Uns geht der Stoff nicht aus!"
Weder Kretschmann noch McAllister wollten konkrete Aussagen über die Entwicklung des Strompreises machen. Kretschmann sagte, er sehe die Gefahr einer Preisexplosion nicht: "Natürlich kostet die Energiewende, aber die Energiepreise sind immer gestiegen." Auch McAllister geht davon aus, dass es die Energiewende nicht zum Nulltarif geben werde: "Aber wenn wir alle miteinander bereit sind, uns schneller von der Kernenergie zu verabschieden, dann werden wir auch gemeinsam bereit sein, diese zusätzlichen Kosten zu tragen."
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